05.07.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Die Naab: Leben am Fluss im Wandel der Zeit Interessanter Vortrag zum Oberpfälzer Kulturtag

-Perschen. (ral) Während des Oberpfälzer Kulturtages betrachtete Diplom-Bibliothekar Alfred Wolfsteiner das Leben an der Naab im Wandel der Zeit. Dass die Oberpfalz selbst beinahe ein Teil des Paradieses ist, mochten die Besucher am Ende des Vortrages im Stadel des Perschener Bauernmuseums nicht mehr bezweifeln.

Zahlreichen Besuch kam in die Remise des Bauernmuseums Perschen zum Vortrag von Alfred Wolfsteiner - auch dabei im Vordergrund der Vorsitzende des Oberpfälzer Kulturbundes, Bezirksrat und Altlandrat Volker Liedtke.
von Richard AltmannProfil

Er schilderte überlieferte Geschichten rund um das Leben an der Lebensader der Oberpfalz. Er berichtete von prominenten Reisenden, die durch die Oberpfalz kamen und dort Station machten. Johann Wolfgang Goethe legte bei seiner berühmten Italienreise einen Zwischenstop an der Naab ein. Im Laufe der Jahrhunderte brachte der Fluss für die Anwohner viel Segen, richtete aber auch viel Unheil an. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts beschrieb der Benediktiner Odilo Schreger die Qualität der Fische aus der Naab, die er als sehr gut bezeichnete.

Wolfsteiner betrachtete den Handel im Zusammenhang mit der Naab. Er lüftete ebenfalls das Geheimnis, warum das Stadtwappen von Nabburg nur einen Fisch bekam, nachdem doch das erste deren gleich drei hatte. Nur weil ein Bürgermeister wohl das Siegel mit dem Wappen verloren hatte, musste ein neues gemacht werden. Damit keine Fälschungen entstehen konnten, musste das neue Wappen anders aussehen als das alte.

Wolfsteiner ging auf die Geschichte der Stadt Nabburg ein in Verbindung mit der Naab. Er trug viele kleine und große Geschichten vor, die einen Eindruck boten, wie die Zeitgenossen ihre Heimat und den "Heimatfluss" betrachteten. Einen großen Einschnitt in der Oberpfalz bedeutete wohl wie überall in Europa die Einführung der Eisenbahn, machte sie doch die Menschen erst mobil. Reisen war nicht mehr so beschwerlich und konnte sich bald jeder leisten.

Der Vortrag wurde immer wieder durch passende Musikstücke von Heinz Grabmeier unterbrochen, der mit seinen Instrumenten die Worte des Redners musikalisch ausbaute.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp