06.04.2010 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Kaplan sitzt beim Osterritt fest im Sattel - Hunderte von Gottesdienstbesuchern in Schwandorf: Hoch zu Ross hinaus zum Brünnl

Wenn der betagte, aber lammfromme "Moritz" erzählen könnte: Viele Kapläne brachte der Wallach am Ostermontag schon sicher zum Brünnl. Auch Christian Süß war sich bewusst, dass der Osterritt fester Bestandteil einer Nabburger Kaplanstelle ist. Eine Übungsstunde mit Josef Brunner und der Geistliche machte gestern beim Ritt durch Wald und Flur eine gute Figur.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Im Vorjahr wurde das 60-jährige Jubiläum des Osterritts zum Brünnl gefeiert. Er hat auch heuer nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.

Über 60 Reiter und Rösser machten sich auf den Weg zur Wallfahrtskirche Maria Brünnl. Schon in der Stadt säumten viele Zaungäste die Straßen, auch wenn die Temperaturen nicht gerade frühlingshaft waren.

Aus den Nachbarorten waren sie nach Nabburg gekommen, aus Pfreimd, Schwarzenfeld und Kemnath am Buchberg, aus dem Freilandmuseum Neusath-Perschen. Der Osterritt zum Brünnl, organisiert vom 70 Mitglieder starken Reit- und Fahrverein Nabburg, ist für Pferdefreunde "Pflicht".

Eine Augenweide

Ein Schnauben, ein Wiehern am Sammelplatz vor dem Seyerleingarten, daneben spielt sich die Jugendblaskapelle für ihren Einsatz warm. Durch das altehrwürdige Mähntor und die Regensburger Straße geht es Richtung Brünnl.

Eine Augenweide: Voran Anton Edenharter mit dem österlich geschmückten Kreuz, dahinter Kaplan Christian Süß, eskortiert vom Vereinsvorsitzenden Josef Brunner und seiner Frau Petra. Die Jugendblaskapelle stimmt passend "Zur Feier des Tages" an und gerne schließen sich die Zuschauer am Wegesrand dem festlich herausgeputzen Tross für die letzte Etappe an. Wie sagt doch Josef Brunner vor dem Gottesdienst am Wallfahrtskirchlein treffend zu den Gläubigen: "Nur durch Ihren Besuch lebt der Osterritt".
Am Brünnl stehen Pferde und Reiter im Halbrund, die Sonne bricht durch die Wolken, taucht die Kapelle in warmes Licht. "Das Brünnl wird heute zu Emmaus", betont Kaplan Christian Süß. "Wir sind die Jünger, die dem Auferstandenen begegnen". Neben dem Altar weist eine Standarte mit dem Spruch "Gott schütze Reiter und Pferd" auf den Schlusspunkt des Brünnlgottesdienstes hin: Die Segnung von Reiter und Pferd.

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