15.06.2017 - 18:02 Uhr
NabburgOberpfalz

Nabburger Fronleichnam im Fernsehen Großes Glaubenszeugnis

Die katholischen Nabburger halten an ihrem Glauben fest. Dies zeigte sich an Fronleichnam. Viele fleißige Hände halfen im Vorfeld zusammen, um zum Hochfest am 15. Juni vor den laufenden Kameras des Bayerischen Rundfunks ein "glaubensstarkes Bild" abzugeben.

In einer Live-Übertragung aus dem "Johannes-Dom" wurde der feierliche Fronleichnams-Gottesdienst im Fernsehen gesendet. Bilder: bph
von Sepp FerstlProfil

Bei einer Prozession, der ein Gottesdienst vorausging, legten zahlreiche Gläubige der Pfarrei Sankt Johannes Zeugnis ihrer Frömmigkeit ab. Durch die Katholische Redaktion des Bayerischen Rundfunks wurde beides live auf ARD und BR übertragen.

Bei der Messfeier im "Johannesdom" begrüßte Pfarrer Hannes Lorenz auch die Gläubigen an den Bildschirmen. "An diesem Tag steht Christus im Mittelpunkt, der sich uns ganz hingibt." Er sei gegenwärtig mit seinem Wort und in den Gaben vorn Brot und Wein. Er komme in unsere Mitte und möchte uns stärken für unseren Weg durchs Leben.

Das Team des BR war mit mehr als 50 Personen bereits seit Montag vor Ort, um Aufbau und Übertragung zu gewährleisten. Verantwortlich dabei Rundfunkpfarrer Monsignore Erwin Albrecht mit Redakteurin Andrea Kammhuber, Regie führte Isabel Lembke. Welche logistische Leistung im Vorfeld erbracht wurde lässt sich auch aus der Tatsache ableiten, dass die Techniker für den Prozessionsweg etwa 50 Kilometer Kabel verlegen mussten.

Optimale Live-Übertragung

"In Nabburg war der Boden für eine optimale Live-Übertragung schon vorbereitet", erklärte auf Rückfrage Monsignore Albrecht. Nach den drei Übertragungen eines Gottesdienstes wussten beide Seiten was auf sie zukommt. Was nütze es dem BR, wenn zwar der Geistliche für einen Fernsehgottesdienst plädiere, nicht aber die Gläubigen der Pfarrgemeinde voll dahinter stehen? In Nabburg seien nicht nur die Gläubigen dabei, auch Vereine und Verbände machten mit.

Dabei waren die Feuerwehren aus Nabburg, Diendorf, Neusath, Brudersdorf und Unteraich. Mit von der Partie am Donnerstag auch Schützenvereine aus der Stadt und Neusath, Turnverein, Bürgerverein, Reit- und Fahrverein, BRK, Kolping (mit Himmeltragdienst), Frauenbund, Männerverein, Landjugend und Landvolk. Für den ersten Altar durch die Altstadt zeichnete der Frauenbund verantwortlich. Der Blumenteppich zierte das Motiv: Jesus segnet die Kinder. Um den zweiten Altar (Familie Pürner) kümmerte sich mit Blumenschmuck und -teppich das Landvolk; das Motiv zeigte die Fußwaschung: Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Verantwortlich für den dritten Altar war die Familie Haubelt-Schlosser. Das Blumenbild zeigte "Jesus heilt den Gelähmten, der durch die Decke herunter gelassen wird, weil so viele Menschen da waren". Für den vierten Altar, eine Blumenpyramide auf dem Freiplatz vor der Evangelischen Laurentius-Kirche, hatte der Pfarrgemeinderat die Gestaltung übernommen.

Lob für Engagement

Pfarrer Hannes Lorenz, der zusammen mit Kaplan Berno Läßer Gottesdienst und Prozession gestaltete, zeigte sich von den Leistungen im Vorfeld überaus beeindruckt. Nicht unerwähnt blieben Kirchenchor, Effata, Kindergarten und Jugendblaskapelle mit Bläserensemble. Sie sorgten für die musikalische Ausgestaltung der Feierlichkeiten. Der Priester würdigte das Engagement der Gartenbauvereine aus Nabburg, Diendorf und Neusath. Sie hatten für den Häuserschmuck 250 Büschel gebunden, 100 rote Tücher genäht und auch die 400 Birken auf dem Prozessionsweg aufgestellt. Als kleines Dankeschön gab es für alle Prozessionsteilnehmer und Helfer im Spitalhof Bratwürstl und Getränke nach Wahl.

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