Oberpfälzer Kulturtag beginnt
Nabburg im Zeichen der Kultur

Die Gemälde-Ausstellung im Zehentstadel mit dem Thema Nabburg, die Martina Klose von der Gästeinformation und Bürgermeister Armin Schärtl vonseiten der Nabburger Kulturtag-Organisatoren sowie Geschäftsführerin Christina Scharinger und Präsident Volker Liedtke für den Oberpfälzer Kulturbund (von links) besichtigten, ist ein Teil der bevorstehenden Großveranstaltung. Zusammengestellt hat die Sammlung Raphael Haubelt. Bild: Dobler
Kultur
Nabburg
29.06.2017
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Um die Oberpfälzer Kultur zu präsentieren, veranstaltet der Oberpfälzer Kulturbund alle zwei Jahre mit einer Gemeinde oder Stadt den Oberpfälzer Kulturtag. Von heute bis Sonntag wird in Nabburg gefeiert.

Der Oberpfälzer Kulturtag findet in Nabburg mit dem Motto "1200 Jahre Leben am Fluss" unter der Schirmherrschaft von Bezirkstagspräsident Franz Löffler statt. Die Veranstaltungen bieten eine Mischung kultureller Aspekte: Musik, Literatur, Geschichte, Film und Religion.

Bereits der Auftakt am heutigen Freitag ist ein besonderes Ereignis: Der Umbau der ehemaligen Spitalkirche St. Marien ist abgeschlossen, und der Saal wird zur Eröffnung des Kulturtages im Beisein geladener Gäste eingeweiht. Den öffentlichen Startschuss zu den Veranstaltungen gibt die Jugendblaskapelle Nabburg, die ab 18 Uhr mit einer Serenade in den Spitalhof lockt.

Direkt im Anschluss berichtet Dr. Martin Dallmeier im Festvortrag über die Lebensverhältnisse in Nabburg um 1860. Ab 20 Uhr gibt die Nacht der offenen Kirche die Möglichkeit, die Stadtpfarrkirche einmal anders zu erleben. Durch Dekoration, Beleuchtung, Musik und gelesene Texte wird eine außergewöhnliche Atmosphäre geschaffen (siehe auch Randspalte).

Einen interessanten, amüsanten und auch lehrreichen Einblick in Nabburgs Vergangenheit bieten der um 20.30 Uhr gezeigte Film "Der Stein des Anstoßes" aus dem Jahr 1951 und das anschließende Zeitzeugengespräch zum Filmdreh.

Nah am Paradies

Eine weitere besondere Gelegenheit bietet sich am Samstag um 18 Uhr, wenn bei einer Führung der Karner in Perschen mit seinen romanischen Deckenfresken besichtigt werden kann. "Warum die Oberpfalz nahe am Paradies liegt" beleuchtet Alfred Wolfsteiner in seinem literarischen Streifzug ab 19 Uhr im Bauernmuseum in Perschen. Er wird dabei musikalisch von Heinz Grobmeier (Kulturpreisträger des Landkreises Regensburg 2016) mit Doppelstierhorn, Okarina, Pocket-Clarinet und Gotischem Hackbrett begleitet. Das Verweilen nach der Lesung lohnt sich, denn anschließend werden Heinz Grobmeier und Fredy Granzer im Museumsstadel Balkanpolkas, Jazz-Balladen, Musette-Musik, Klezmer und pfiffige Eigenkompositionen spielen. Ab 19.30 Uhr werden im Sterngarten Schworz und Blau aus Waldsassen mit Bayerisch-böhmischer Biergartenmusik für gute Stimmung sorgen.

Am Sonntag laden katholische und evangelische Konfession zum Gebet ein. Der katholische Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr, der evangelische Gottesdienst um 10.15 Uhr. Mit Musik, Unterhaltung und gutem Essen sorgt das Pfarrfest am Sonntag von 11 bis 21 Uhr für regen Festbetrieb in der Altstadt. Um 17 Uhr spielt Jonathan Brell ein Orgelkonzert im Johannesdom (Lieblingsstücke der Orgelliteratur, mit Werken von J.S. Bach, L. Boëllmann, J.G. Rheinberger).

Zum ersten Mal wird am Sonntag ein Nordbayerischer Zithertag realisiert. Von 10 bis 16 Uhr werden Solisten und Gruppen in den Häusern des Museums spielen. Um 17 Uhr versammeln sich alle Musiker und Besucher zu einem Abschlusskonzert.

AusstellungenDie evangelische Gemeinde Nabburg-Pfreimd präsentiert Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr eine sehr persönliche Ausstellung mit dem Titel "Ein Wort, das mich begleitet". Anlässlich des Reformationsjubiläums zeigen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Interpretationen von Bibelworten, die für sie bedeutsam sind.

Im Stadtmuseum erwarten den Besucher Stadtansichten verschiedener Künstler. Besonders spannend sind Ansichten, die von mehreren Künstlern auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. So offenbart sich nicht nur künstlerische Ausrichtung, sondern oft auch persönliches Empfinden des jeweiligen Künstlers.
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