Veranstaltungen geplant - Gerd Lohmeyer gibt den "Cherubim"
Remise mit neuen Akzenten

Kultur
Nabburg
01.05.2013
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Auch 2013 wird es in der Remise, der Nabburger Kleinbühne am Fleischtörl, wieder ein Veranstaltungsprogramm geben. Nach der Auflösung des "Theatergarten Nabburg e.V." und der damit verbundenen Kündigung seines Mietvertrages an der Remise bemüht sich Besitzer Franz Grundler, ein etwas reduziertes Programm zu verwirklichen.

"Es wird keinen seichten, kommerziellen Tingeltangel in der Remise geben", versichert Grundler in seinen eigenen Angaben. Eher möchte er Akzente abseits des Üblichen setzen. Nach der gelungenen Premiere von "Ach, Hus" dient die Remise in den nächsten Wochen als Probenwerkstatt für den Spielkreis Ordo. Das sehr erfolgreiche Hildegard-von-Bingen-Spiel "Ordo virtutum - vom Tanz der göttlichen Kräfte" wird heuer nochmals in der überarbeiteten Neufassung inszeniert, Premiere ist am 9. Mai in der evangelischen Christuskirche in Schwarzenfeld.

"Cherubim" jetzt auch in Nabburg zu sehen

Bereits am 2. Juni folgt das diesjährige Highlight mit Gerd Lohmeyer, der die Theaterarbeit in der Remise von Anfang an unterstützt hat: Der bekannte Münchner mit Nabburger Wurzeln gibt den "Cherubim", ein Monodram nach dem gleichnamigen und preisgekrönten Roman des Oberpfälzers Werner Fritsch. Lohmeyer spielt in der Rolle des philosophierenden Knechtes Wenzel - in einer seiner wohl schönsten Inszenierungen! Das anrührende und große Stück zeitgenössischer deutscher Literatur ist eine Bühnenproduktion der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel und nun auch in Nabburg zu sehen.

Bei schönem Wetter findet die abendliche Aufführung im Hof der Remise statt, Beginn 20 Uhr. Eintrittspreis: zwölf Euro im Vorverkauf. Eine kleine Werkschau mit Gemälden und Aquarellen von Ludwig Brunner sowie Zeichnungen und Grafiken von Franz Grundler folgt Ende Juni. Die musikalisch begleitete Vernissage findet am 28. Juni um 19 Uhr statt, für drei Tage ist die Ausstellung interessierten Besuchern geöffnet. Der Eintritt ist frei.

"Schlösser der Einsamkeit"

"Schlösser der Einsamkeit" lautet der Titel des Bildvortrages der Johannes-Cassian-Stiftung Münsterschwarzach am 21. September um 19 Uhr. Der lyrische Begriff rührt von einer Bezeichnung arabischer Beduinen für die Ruinen der Mönchssiedlung in der ägyptischen Wüste, die vom Mönchsvater Antonius gegründet wurde. Anhand von Bildmaterial und erstmals ins Deutsche übersetzter Texte stellt Dr. Gabriele Ziegler die Funde der Archäologen, die Arbeit und Spiritualität der dort im 4. bis 7. Jahrhundert lebenden und gottsuchenden Mönche vor.

Die Theologin arbeitet zusammen mit Abt Michael Reepen und Pater Dr. Anselm Grün seit drei Jahren im Vorstand dieser Stiftung an der Abtei. Professor Dr. Georges Descoeudres (Zürich) stellte der Stiftung das Bildmaterial der Ausgrabungen zur Verfügung. Der Eintritt kostet fünf Euro und kommt der Stiftung zu Gute. Ebenfalls für September angedacht ist ein Abend mit einer Selbsthilfegruppe für psychisch Kranke. Der Kartenvorverkauf läuft in der "Tee-Oase" Nabburg, Am Mähntor 5. Dort ist auch unter 09433/204671 die telefonische Reservierung möglich.
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