28.08.2004 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Abschlussfeier auf dem Fichtenbühl: Ernennungsurkunden für 113 junge Polizeimeister Grundstein für künftige Aufgaben

Aus den Lautsprechern schmetterten Sarah Brightman und Andrea Bocelli ihre Abschiedshymne "Time to say goodbye". "Goodbye" sagten am Donnerstag auch 113 junge Polizeibeamte des 25. Ausbildungsseminars, die nach einer zweieinhalb Jahre langen Ausbildung nun als Polizeimeister ihren Dienst antreten werden.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Mit einer Computerpräsentation blickte der stellvertretende Seminarleiter, Polizeihauptkommissar Wolfgang Karl, auf die Zeit der Ausbildung zurück, an deren Ende nun die Ernennung zum Polizeimeister stand. Von den zu Beginn des Seminars 144 jungen Leuten traten nach der Ausbildung in der Außenstelle Nabburg der siebten Bereitschaftspolizeiabteilung in Sulzbach-Rosenberg noch 114 zu den Prüfungen an.

Zahlreiche Einsätze

113 wurden bei der Feierstunde auf dem Fichtenbühl nun zu Polizeimeisterinnen, beziehungsweise Polizeimeistern ernannt. Während ihrer Ausbildung absolvierten die Nachwuchskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei auch zahlreiche Einsätze: So suchten sie zum Beispiel in Poing bei München nach einem Mord den Tatort sowie eine angrenzende Mülldeponie nach Spuren ab, oder übernahmen die Streckensicherung bei der Deutschland-Tour der Radrennfahrer.

Der stellvertretende Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Leitender Polizeidirektor Wilfried Dietsch, beglückwünschte die Absolventen und sprach von "fast unübersehbaren Aufgaben", die nun auf die Beamten warten. Besonders wichtig sei es, den Bürgern stets das eigene Handeln verständlich zu machen, damit sie "den Sinn hinter der Maßnahme, die Sie gerade treffen, sehen. Wenn Sie dazu in der Lage sind, haben Sie einen wichtigen Schritt getan".

Auch der Abteilungsführer der siebten Bereitschaftspolizeiabteilung, Leitender Polizeidirektor Reinhardt Amann, sprach von einer "großen Hürde", die die jungen Polizisten in ihrer beamtenrechtlichen Laufbahn genommen hätten. An die Absolventen gewandt betonte er, dass die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen eine Maßnahme zwar rechtmäßig mache. "Richtig aber handeln Sie erst dann, wenn Sie auch menschlich im Umgang mit dem Bürger bleiben".

Zinnplakette als Geschenk

Nach weiteren Grußworten des Nabburger Bürgermeisters Josef Fischer und Personalratsvorsitzendem Erich Gassenhuber richtete der Seminarleiter, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Meier, einige Worte an die jungen Polizeibeamten. Den Grundstein hätten die Absolventen nun mit der bestandenen Prüfung gelegt, sagte Meier und unterstrich: "Sie brauchen aber noch viel Geduld, Ausdauer und einen langen Atem, bis Sie im Berufsleben einen festen Platz in den verschiedenen sozialen Gruppen gefunden haben".

Er wünschte den Nachwuchskräften, auch in schwierigen Zeiten den Optimismus nicht zu verlieren sowie Zuversicht und Lebensfreude zu bewahren. "Glauben Sie an sich selbst", riet der Seminarleiter. Denn den Beweis, dass die Absolventen etwas leisten könnten, hätten sie mit dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung erbracht.

Nachdem Seminarsprecher Florian Rohde kurz auf die Zeit der Ausbildung zurückgeblickt hatte, kam der große Moment: Die Absolventen bekamen ihre Ernennungsurkunden zum Polizeimeister überreicht. Mit einem Notendurchschnitt von 1,92 war Dirk Wagler Seminarbester vor Thorsten Schaarschmidt und Thomas Neumert. Sie bekamen ein Präsent von ihrem Seminarleiter und von der Stadt Nabburg eine Zinnplakette. Für seine sportlichen Leistungen wurde Michael Bergler ausgezeichnet, Kai Grubert war in der Selbstverteidigung der Beste. Nach Bayern- und Deutschlandhymne - gespielt von der Kammermusik des Musikkorps der Bayerischen Polizei - gab es für die Gäste noch einen Stehempfang, bevor die Absolventen am abend das Ende ihrer Ausbildungszeit noch ausgiebig feiern konnten.

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