Am Donnerstag Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum
Alte Brauereien im "Biermudadreieck"

Lokales
Nabburg
16.04.2013
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Es sind leider nur noch "trockene", doch teils seltene Erinnerungsstücke, die das Stadtmuseum Zehentstadel Nabburg in seiner aktuellen Ausstellung zusammengestellt hat: Überbleibsel und Relikte dereinst sprudelnder Quellen, der verschwundenen Brauereien im "BIERmudadreieck" zwischen Pfreimd, Nabburg, Schwarzenfeld, Altendorf und Guteneck.

Dabei gehört das Bierbrauen zu den uralten und ur-eigensten Traditionen. "Bodenformationen" ließen die Archäologen in der Nabburger Altstadt auf früheste Öfen schließen, im Freiheitsbrief von 1296 wird das bürgerliche, beziehungsweise städtische Braurecht erteilt oder bestätigt, sind Herstellung, Vertrieb und Ausschank später genau geregelt und in den Folgejahrhunderten waren Monopole, Verfahren und Sortennamen des öfteren höchst umstritten. Ob untergärig, obergärig, weiß oder dunkel - die Materie ist eine Wissenschaft für sich und gleichzeitig ein Geschichtsthema der genussvollen Art.

Um die Aufnahme-Promillegrenze der Besucher nicht zu überschreiten, rührt "BIERmudadreieck" nicht in den Tiefen einzelner Herstellungsprozesse, sondern schöpft quasi die letzten "Noichala" aus längst erkalteten Sudkesseln. Namen wie Schwanen- oder Kommun- in Pfreimd, Lichtensternsche oder Hussiten-Brauerei in Nabburg, Bauer in Schwarzenfeld, Götz in Altendorf oder die Schlossbrauerei in Guteneck sind einigen vielleicht noch ein Begriff, ihre Betriebstätten jedoch schon jahrelang erloschen - nicht so die Erinnerung daran.

Vom 18. April bis 2. Juni kann man sie "anzapfen" und auffrischen, im Stadtmuseum Zehentstadel Nabburg, jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr.
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