Bauausschuss sieht zu viele Ablehnungsgründe
Gescheiterter Ersatz

Für die Nabburger Altstadt, die gleich dahinter beginnt, gibt dieses Gebäude keine Einladungskarte ab. Ein Ersatzbau wäre daher zweifellos wünschenswert, doch zumindest vorerst kommt er nicht zustande. Bild: Amann
Lokales
Nabburg
16.04.2013
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Das Gebäude am Mühlweg 2, direkt am Fuße der Altstadt, stellt seit vielen Jahren alles Andere als einen optisch-schönen Blickfang dar. Der Eigentümer möchte es nun abbrechen und durch einen Neubau ersetzen - doch in der eingereichten Form sah der städtische Bauausschuss keine Möglichkeit zur Zustimmung.

Sechs Wohnungen möglich

Das Haus mit seinem mächtigen, fensterlosen Giebel steht an der Ecke Mühlweg/Georgenstraße. Die Nabburger Firma HD-Immobilien GmbH & Co. KG möchte es abreißen und an selber Stelle ein neues Mehrfamilienhaus errichten. Ein dreigeschossiger Bau sollte es werden, in dem sechs Wohneinheiten Platz finden.

Im Vorfeld der Behandlung in der Bauausschusssitzung hatte die Stadt ihren Stadtsanierungsplaner Hartmut Schließer (München) eingeschaltet. Er hielt in seiner Stellungnahme fest, dass der beantragte Baukörper nicht der Gestaltungssatzung für die Altstadt entspricht. Die Bauabteilung im Rathaus wies zudem darauf hin, dass vorgeschriebene Abstandsflächen nicht erfüllt und auch der geforderte Stellplatznachweis nicht erbracht würden. Außerdem sähe der Plan einen vorspringenden Erker vor, der über einem städtischen Grundstück, einem jetzigen Parkplatz, hinge. Zusammenfassend empfahl die Bauverwaltung deshalb, das Vorhaben in dieser Form abzulehnen.
"Es hätte Gesprächsbedarf gegeben", meinte Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann (ÜPW), der die Sitzung leitete, dass es sinnvoll gewesen wäre, wenn der Bauwerber versucht hätte, problematische Details vorab mit dem Bau-Ingenieur der Verwaltungsgemeinschaft abzuklären. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass sie zu dem Projekt keine Zustimmung geben konnten. An Beratung und Abstimmung wirkte der familiär befangene CSU-Stadtrat Hans-Georg Dobler nicht mit.

Für den "Sterngarten"

In der gleichen Sitzung behandelte der Bauausschuss auch einen Antrag auf Neubau einer Ausgabeküche im "Sterngarten". Das Vorhaben des Wirtes Jörg Podlesny, das bisherige Häuschen in Richtung Toiletten auf etwa die doppelte Größe zu erweitern, befürwortete das Gremium.
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