Bei Kleidungskauf auf Anbau und Verarbeitung achten
Augen aufmachen

Lokales
Nabburg
30.04.2013
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"Baumwolle - ein gesundes Naturprodukt?" Um diese Frage drehte sich ein Filmabend, zu dem die Kommission "Eine Welt" des Katholischen Deutschen Frauenbundes ins Jugendwerk eingeladen hatte. Die Journalistin Sabine Freudenberg zeigte den Dokumentarfilm "Saubere Ernte - Mavuno Safi" von Peter Heller.

Der hohe Einsatz von Wasser und Chemie bei Anbau und Verarbeitung der Baumwolle, die Rolle des Welthandels und die Verantwortung der Verbraucher sind sein Thema. Er veranschaulicht auch die Folgen verschiedener Anbaumethoden. Peter Heller erzählt nämlich die Geschichte zweier Baumwolldörfer im ostafrikanischen Tansania.

Im Anschluss an den Film diskutierten die Besucherinnen, wie sie sich beim Kauf von Textilien über Anbau- und Verarbeitungsmethoden informieren können. Die ist keineswegs einfach. Es gibt zwar inzwischen unterschiedliche Kennzeichen: Ökologische Produktion, Fairer Handel und soziale Standards, die Kinderarbeit und Ausbeutung der Arbeiter ausschließen. Allerdings enthalten nicht alle Siegel alle drei Forderungen. Es gibt außerdem irreführende Auszeichnungen von Textilien.

Als erster Schritt wurde empfohlen, in allen Geschäften nachzufragen, wie die Kleidungsstücke produziert worden sind und damit auch die Verkäufer auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Eine Möglichkeit, aktiv für umweltfreundlich produzierte Baumwolle und gerechte Arbeitsbedingungen einzutreten, besteht darin, bei Schulen und kirchlichen Gruppen anzuregen, zum Beispiel nur T-Shirts zu kaufen, deren Herkunft einwandfrei nachweisbar ist.

Dieser Abend wurde vom Frauenbund Nabburg unterstützt.
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