"Bovaria" übernimmt Requisiten vom "Theatergarten" - Verein wartet auf Gelder
"Feuermond" soll nicht untergehen

Lokales
Nabburg
15.04.2013
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Das Projekt Wanderaustellung "Auf den Spuren der Hussiten" hatte 2012 in sieben Monaten Ausleihzeit an sechs verschiedenen Orten insgesamt 2000 Besucher. Auch das zweite Projekt von "bovaria e. V.", "Ach, Hus", war ein Erfolg, und Vorsitzender Franz Grundler berichtete in der Mitgliederversammlung von der überwiegend positiven Resonanz der Zuschauer.

Nach der Auflösung des "Theatergarten Nabburg" beschlossen die Bovaria-Mitglieder spontan, den Kernfundus des Hussitenstücks "Feuermond" anzukaufen, mit dem Ziel das Stück später selbst zu inszenieren. Außerdem wird überlegt, die Wanderausstellung in ausleihfreien Zeiten in der Remise zu präsentieren.

Noch in den Miesen

Trotz seiner viel beachteten kulturellen Veranstaltungen kämpft der Verein noch mit roten Zahlen, da die Höhe der erhofften Fördergelder für die Wanderausstellung relativ gering ausfiel. Wohltuend, so Grundler, sei der Eintritt von fünf neuen Mitgliedern, der einen Zuwachs von 25 Prozent bedeute.
Viel ehrenamtlicher Aufwand war nötig für das laufende Handling der Wanderausstellung. Insgesamt 2000 Besucher wanderten "Auf den Spuren der Hussiten", wobei das beste Ergebnis in Bad Windsheim in Franken mit knapp 800 Besuchern in zwei Monaten erzielt wurde. Beachtlich war außerdem das Interesse der Bevölkerung in Furth im Wald mit 400 verkauften Eintrittskarten innerhalb nur eines Monats, freute sich der Vorsitzende.

Insgesamt könne man sagen, dass die Ausstellung auch im vierten Jahr ihres Bestehens sehr gut ankam. Allerdings ginge es mit neuen Anfragen nun etwas zäher weiter, und für 2013 konnten bis jetzt nur fünf Monate vertraglich gesichert werden. Da der Renovierungsbedarf stetig steige, müsse überlegt werden, in wie weit sich eine solche bei abnehmender Nachfrage lohne. Um das Equipment in den verleihfreien Zeiten nicht nutzlos im Keller zu verstauen, wird überlegt die Ausstellung, soweit zeitlich möglich, in der Remise zu präsentieren, was auch die Vereinskasse aufbessern würde. Trotz der am Ende doch höheren Förderung von Euregio verbleiben dem Verein unter dem Strich noch 3000 Euro Schulden aus Fördergeldern, die nicht ausbezahlt werden, bedauerte Grundler. Samt der Abzüge und der Darlehenszinsen für den notwendigen Überbrückungskredit bedeute das unerfreulicherweise eine Rückzahlungssumme von 4200 Euro, legte er offen.

Option auf Neu-Inszenierung

Positive Resonanzen brachten die ersten drei Aufführungen von "Ach, Hus", allen voran die spontane Laudatio von Professor Dr. Franz Machilek nach der Uraufführung am 10. März. Die Spielgruppe harmoniert sehr gut, stellte Grundler fest und es macht allen große Freude.Der ehrenamtliche Zeitaufwand sei sehr hoch, die Kosten sind jedoch dank vieler Sponsoren und Spendern gedeckt.

Im Dezember letzten Jahres entschloss man sich spontan, die wichtigsten Requisiten und Kostüme des Hussitenstücks "Feuermond" von dem sich in Liquidition befindlichen "Theatergarten Nabburg" anzukaufen. Da das Stück inhaltlich gut zu den Satzungszielen und besonders der deutsch-tschechischen Kulturpflege passe, wollte man sich damit eine Option auf eine spätere Inszenierung eröffnen. Allerdings muss dazu noch ein Träger gefunden werden. Teile der Requisiten könnten außerdem eventuell in die Ausstellung integriert werden. Diese Aktion wird ebenfalls von Spendern unterstützt.

Abschließend bedankte sich Franz Grundler bei seinen Vorstandsmitgliedern und fand für alle lobende Worte. Die Wahlen ergaben: Vorsitzender bleibt Franz Grundler, der von Arnold Kimmerl vertreten wird. Schriftführer ist Karl Kirch. Als Kassier fungiert weiterhin Bernhard Ostler. Helmut Ertel wird als Kassenprüfer erstmals von Maria Näßl unterstützt.
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