CSU-Kreisverband feiert Jubiläum mit einem Oktoberfest - Da darf Übervater Strauß nicht fehlen
Bayerisch-böhmisch zum 40. Geburtstag

Lokales
Nabburg
01.10.2012
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Ein "Oktoberfest" stellte die CSU am letzten September-Wochenende auf die Beine, um gesellig das 40-jährige Bestehen ihres Kreisverbandes zu feiern. Über 500 Besucher kamen dazu am Samstagabend in die Nordgauhalle.

"Herbstzeit ist in Bayern Oktoberfestzeit", stellte der Moderator des Abends, der zweite Bürgermeister Reinhold Dauerer aus Steinberg am See, fest, nachdem die "Nabburger Blasmusik" die Jubiläumsfeier bayerisch-zünftig eingeleitet hatte. Dass die Blasmusik schmettert, man dazu ein paar Maß Bier trinkt und sich was Deftiges schmecken lässt, das funktioniere so schnell nirgendwo anders besser.

Einen mächtigen Unterschied zum großen Oktoberfest in München machte er aber schon aus: Die Bierkrüge seien in Nabburg besser eingeschenkt und die Brotzeiten des Festwirtes Wiesenbacher preisgünstiger, so dass sie allein schon aus diesem Grund besser sind. Die CSU habe bewusst diesen Festabend so gestaltet, dass er der Oberpfälzer Mentalität entspricht.

Reden sollte es da keine geben. Eine kurze Begrüßung musste reichen. Kreisvorsitzender Alexander Flierl hob unter den Besuchern besonders Staatsministerin Emilia Müller heraus und schenkte ihr einen Blumenstrauß, nachdem sie am Vortag Geburtstag hatte. Besonders willkommen hieß er aber auch seine Vorgängerin Marianne Deml, die Abgeordneten Karl Holmeier und Otto Zeitler, die Bezirksräte Alois Seegerer und Dr. Thomas Brandl sowie den Ortsvorsitzenden Stefan Leitner, der einen Großteil der Organisationsarbeit übernommen hatte. Aber auch starke Abordnungen von JU, Frauen- und Senioren-Union saßen an den Tischen im Saal.
Die Meisten von ihnen waren gekommen, um den früheren Bruder Barnabas vom Münchener Nockherberg mitzuerleben. Gerd Fischer war als einer der besten Parodisten des früheren CSU-Übervaters Franz-Josef Strauß angepriesen worden. Als er auf der Bühne stand, ließ er zunächst wissen, wie er selber seine Begeisterung für "FJS" entdeckte: Als damaliger bayerischer Ministerpräsident habe Strauß bei der Einweihung des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim gesprochen. "Er hat zweieinhalb Stunden lang geredet, ohne Manuskript, und seine Rede wurde immer spannender", zeigte er sich zig Jahre danach noch schwer beeindruckt.

Sein Talent, Strauß nachzuahmen, ließ Fischer während seines 45-minütigen Auftritts nur kurz aufblitzen. Er hielt im Stile des Ex-CSU-Chefs eine kurze Rede, die zum 40. Geburtstag des CSU-Kreisverbandes passte, bevor er sich mit der Überlieferung der bayerischen Sangeskunst auseinandersetzte und dabei selber stimmliche Präsenz zeigte. Vor allem Stücke des legendären "Weiß Ferdl" hatte er im Programm, das mit dem Gesangsvortrag "Ein Wagen von der Linie 8", einer Satire auf die Münchner Trambahn, endete, die vor allem den älteren Besuchern noch ein Begriff war. "Aus Böhmen kommt die Musik" spielte hernach die Blaskapelle "Sedmihorka" aus dem Nachbarland Tschechien und unterhielt die Festgäste bis zum Heimgehen.
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