29.08.2014 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Dr. Helmut Ertl gibt Einweisung in neuen Defibrillator Lebensretter auf dem Friedhof

Dr. Helmut Ertl erklärte die Funktionsweise des Defibrillators und seine Bedienung. Bild: Tietz
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Bei einem plötzlichen Herzstillstand entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Deshalb werden an öffentlichen Plätzen immer häufiger Defibrillatoren vorgehalten. Sie können durch einen starken Stromstoß das Herz des Patienten wieder zum Schlagen bringen und ihn aus der lebensgefährlichen Situation retten. Seit Mittwoch ist auch auf dem Waldfriedhof ein derartiges Gerät zu finden.

Im Vorfeld gab Mediziner Dr. Helmut Ertl im Rathaus eine Einweisung, wie der Defibrillator im Ernstfall zu bedienen ist. Vorneweg: Die Handhabe ist einfach und auch von medizinischen Laien leicht zu bewältigen. Es ist also zum Bedienen des Elektro-Lebensretters keine spezielle Ausbildung notwendig. Wenn eine Person plötzlich bewusstlos zusammenbricht, sollte zunächst die Atmung kontrolliert werden. Wenn die nicht vorhanden ist, kommt der "Defi" zum Einsatz.

Dazu muss der Oberkörper des Patienten laut Dr. Ertl zunächst frei gemacht werden. Dann werden die beiden Elektroden auf den Körper geklebt. Die Positionen sind genau beschrieben. Der Defibrillator sucht im Anschluss eigenständig nach vorhandenen Herzschlägen und entscheidet selber, ob ein Elektroschock medizinisch notwendig ist, oder nicht. Wenn er das ist, muss der Retter nur einen Knopf drücken. Der Stromstoß wird automatisch ausgelöst.

"Herzrhythmusstörungen sind häufige Ursachen für plötzlichen Herztod", schilderte Dr. Ertl. Und genau dafür seien die Defibrillatoren gedacht. Durch den Elektroschock beginnt das Herz wieder zu schlagen. Bei schweren Erkrankungen, die Herzstillstand auslösen, ist die Erfolgschance hingegen nicht so groß.

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