Ein Orchester aus drei Musikvereinen: Nachwuchskonzert lässt aufhorchen
Bläserklassen beweisen Harmonie

Das Jungbläserorchester "FeNaSch" aus den Bläserklassen Fensterbach, Nabburg und Schwarzenfeld gab unter musikalischer Leitung von Dirigent Stefan Neger ein Konzert in der Nordgauhalle. Bild: bph
Lokales
Nabburg
18.04.2013
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"Das Ziel, ein hoch motiviertes Jugendorchester, in dem bei allem Musizieren auch das gegenseitige Kennenlernen, das Gesellschaftliche und der Spaß nicht zu kurz kommen", wurde laut Projektleiter Joseph Ferstl voll erreicht. Ein hoch motiviertes Jugendorchester mit 75 Interpreten unter der musikalischen Leitung von Stefan Neger präsentierte am Samstag in der Nordgauhalle ein Repertoire, welches auch von geschulten Ohren mit einem "Ausgezeichnet" tituliert werden kann. Matthias Flierl, Daniela Lippert und Christina Schleicher zeichneten für die Moderation verantwortlich.

Der Diplommusikpädagoge und stellvertretende Bezirksdirigent des Nordbayerischen Musikbundes, Stefan Neger, hat es in den zurückliegenden Wochen geschafft, aus den Mädchen und Buben der Bläserklassen der Jugendblaskapellen Fensterbach, Nabburg und Schwarzenfeld eine Orchestergemeinschaft zu formen. Bei einem Probenwochenende und zwei weiteren Probentagen sowie in den wöchentlichen Unterrichten der Heimatvereine wurde ein anspruchsvolles Programm mit zwölf Titeln erarbeitet. Es war ein respektables Ergebnis, dass die Jungbläser der Arbeitsgemeinschaft "FeNaSch" demonstrierten. Salopp ausgedrückt: Sie haben wirklich schon viel Ahnung vom "Tuten und Blasen".

Unter seiner versierten Leitung gelang mit der "Einzugsmusik" aus der Feder von Franz Watz ein gelungener Auftakt. Dann ging es Schlag auf Schlag mit den Werken "Black Forest Fantasy", einem harmonischen Stück von Klaus Butterstein. Hollywood-Glamour kam in den Saal mit dem Soundtrack zum Film "Der mit dem Wolf tanz" von John Barry. In das antike Ägypten entführte das Ensemble einfühlsam mit Kees Vlak's Stück "Das Land der Pharaonen". Vom gleichen Interpreten in der Folge das musikalische Erzählwerk "Das Aschenbrödel", bei dem Melanie Ferstl als "alte Frau" im Schaukelstuhl den Text dazu las.

Dazwischen "Flash Mob"

Vor keine Probleme stellte auch "Zauberland" von Kurt Gäble das Projektorchester aus den drei benachbarten Kapellen. Der Melodienfluss mit kräftiger Einleitung wurde immer wieder durch weitere markante Einwürfe verändert - ein attraktives Konzertstück überaus passend für Jugendorchester. Das nicht nur die Jugend ansprechende Notenwerk von Klaus Badelt aus dem gleichnamigen Kinohit "Fluch der Karibik" brachte kurzzeitig den spannungsgeladenen US-Piratenfilm um Kapitän Jack Sparrow in Erinnerung bevor es in die wohlverdiente Pause ging.

Dass die Jungmusikanten der drei Nachbarkapellen aus dem Altlandkreis Nabburg nicht nur etwas von Noten verstehen, hatten sie schon im ersten Teil gezeigt. Beim Discoabend während der Probenphase hatten sie einen "Flash Mob" einstudiert, den sie dem erstaunten Publikum mit Begeisterung Bühne vorführten. Nach diesem schwungvollen tänzerischen Einstieg taten dies die Jugendlichen gleichermaßen mit "Cabaret" von John Kander. Das Melodram mit glücklichem Ausgang "Die Schöne und das Biest", intoniert von Alan Menken, stellte ebenso vor keine Darbietungsprobleme. Als überaus eingängiges Werk entpuppte sich "Kiwi Cha-Cha" von Joe Grain, der es den Zuhörern überlässt, sich ein eigenes Bild über dessen Entstehung oder Aussage zu machen.
Zum Ende eines überaus gelungenen Konzertabends wendeten sich die Nachwuchsbläser unter der Regie von Stefan Neger der traditionellen Bläsermusik zu. Der Polka "Auf zum Tanz" von Franz Watz folgte ein weiteres "Erzeugnis" des gleichen Komponisten, der Marsch "Im Jugendlager". Der Titel beschrieb sehr treffend, wie sich das Projekt "FeNaSch" für alle Beteiligten bisher angefühlt hat - ein gigantisches, überlanges Jugendlager mit viel Spaß aber auch engagierter Probenarbeit.
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