25.08.2014 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Elftes Pflasterfest geht trotz widriger Wetterverhältnisse unbeschadet über die Bühne Viele bleiben bis zum Schluss

Diejenigen, die sich um den Weinstand versammelt hatten und die sich lebhaft unterhielten, hätte wohl selbst ein stärkerer Regenguss nicht vertrieben. Zu schön war einfach dieser Abend in der Altstadt von Nabburg. Heuer bereits zum 11. Mal haben die Wasserwacht und die Pflasterfreunde e. V. ihr italienisch ausgerichtetes "Pflasterfest" veranstaltet.

Nicht nur Nabburger selbst wissen zwischenzeitlich die Annehmlichkeiten des Pflasterfestes zu schätzen, das in diesem Jahr gut besucht war, auch wenn es etwas wärmer hätte sein können. Bilder: Baehnisch (2)
von Redaktion OnetzProfil

Besorgte Blicke zum Himmel, die aktuellen Wetterberichte am Smartphone oder im Internet abchecken, das waren, neben dem Aufbau der Bühne und der Tische für das geplante Pflasterfest am Samstag, wohl eine der häufigsten Tätigkeiten der Veranstalter. Letztendlich hat das Wetter dann doch gehalten. Zwar fielen gegen 23 Uhr ein paar Tropfen, da war aber das Fest im Wesentlichen schon gelaufen.

Liebevoll dekorierte Tische

Trotz der etwas niedrigen Temperaturen hat sich der Obere Markt mit seinen liebevoll dekorierten Tischen ab 19 Uhr gefüllt. Vor den Ständen der Essen- und Getränkeausgabe bildeten sich Schlangen. Letztendlich musste jedoch keiner der Gäste hungrig oder durstig nach Hause gehen. Der Gruppe um Max Fröhler und Oliver Boetcher ist es wieder einmal gelungen, mit italienischen Speisen ein kulinarisches Zeichen zu setzen. Die Frage eines Gastes, den es auf der Durchreise nach Nabburg verschlagen hatte, warum denn das Fest nach einem italienischen Motto ausgerichtet sei, wurde so beantwortet, dass "Venedig" schließlich ganz nahe, auf der anderen Seite der Naab, liege und wenn man schon nicht nach Italien reisen könne, müsse man sich Italien hierher holen.

Ob es an den niedrigen Temperaturen lag oder daran, dass es der anfangs etwas reserviert aufspielende Band erst zur fortgeschritten Stunde mit einem Wechsel des Programms gelungen ist, einige Besucher zum Tanzen zu bewegen, bleibt ein Rätsel.

Die Gruppe "Salambo" aus Regensburg brachte, im Vergleich mit den Bands der vergangenen Jahre, mit ihren Schlagern aus den 50er und 60er Jahren ein Kontrastprogramm auf die Bühne. Musikalisch durchaus gut, aber der zündende Funke, so die Meinung einiger Besucher, fehlte einfach. Gleichwohl blieben viele Besucher bis zum Ende der Veranstaltung. Man war sich einig, dass das Pflasterfest ein unverzichtbarer Bestandteil im Kulturprogramm der Stadt ist. Auch lagen die risikobereiten Veranstalter richtig mit ihrer Entscheidung, das Pflasterfest trotz der widrigen Witterungsverhältnisse zu feiern. Die besorgten Blicke des Nachmittags hellten sich zunehmend auf und wichen einer zufriedenen Stimmung.

Schade, so die Meinung vieler Besucher, nun müssen man wieder ein ganzes Jahr bis zum Pflasterfest warten. Dies kann man durchaus auch als Lob für die Organisatoren sehen.

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