18.08.2014 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Etwas Regen und frische Temperaturen trübten das perfekte "Brünnl-Glück" Lobpreis unter freiem Himmel

In annähernd jenem Glücksgefühl, das Mario Götze beseelte, als er die Tragweite seines Weltmeistertors realisierte und hinsichtlich Interviews doch bewusst Zurückhaltung übte, durfte sich auch jenes "katholische Bayern" wähnen, das am 15. August "Mariä Himmelfahrt" mit einem Feiertag begehen konnte. So jedenfalls sah es Neupriester Dr. Thomas Hösl einleitend der beiden Festmessen vor der Brünnl-Kirche.

Neupriester Dr. Thomas Hösl spendete nach dem Gottesdienst letztmalig seinen Primiz-Segen. (Bild: aub)
von Autor AUBProfil

Und er stellte vorbildlich der Gottesmutter die Frage: "War die persönliche Zurücknahme und das Hören auf Gottes Wort zuletzt auch immer unser Anliegen?" Augenscheinlich hatten der Männerverein und weitere fleißige Helfer in und um die Kirche wieder alles Bestens vorbereitet, doch phasenweises "Tröpfeln" und frische Temperaturen trübten heuer das perfekte "Brünnl-Glück".

Umso mehr freute sich Zelebrant Dr. Thomas Hösl, dass doch so viele Besucher gekommen waren, Nabburgs kleine, uralte Wahlfahrts-Tradition aufrechtzuerhalten und mit ihm zugleich den Abschluss seiner Urlaubsvertretung zu feiern: "Schön, dass Sie die Zeit gefunden haben. Angenommen, Sie hätten mehr Muße und würden in einer Ausstellung auf ein Kunstwerk nach ihrem Geschmack stoßen, mit Leuten, gar dem Künstler selbst ins Gespräch kommen und ihm Lob zollen. Da alle Talente und Fähigkeiten ja nur durch Werke sichtbar werden können, was läge da angesichts der Natur-Atmosphäre hier vor dem wunderbaren Brünnl-Kirchlein näher, als Gott für diese, seine großartige Schöpfung zu preisen. Und in Maria setzte er ihr die Krone auf. Sie ist in ihrer Art und ihrem Handeln uns zum Vorbild sein Meisterwerk", stellte Hösl in seiner Predigt dar.

Ihr zu Ehren gereichten die traditionellen "Kräuterbüschel" - der Frauenbund hatte heuer über 500 Sträuße gebunden und bot sie den Gottesdienstbesuchern zum Kauf an - die schließlich mit der Weihe versehen, daheim für Haus und Hof Segen, Schutz und Schirm symbolisieren sollen.

Ganz reell hingegen hatte die Jugendblaskapelle mit dem wechselhaften Wetter zu kämpfen. Vorsichtshalber spielte sie zur Messe im Kirchenraum. Erst zur musikalischen Unterhaltung der sich anschließenden Bratwürstl-Brotzeit, wie immer organisiert durch die Kolpingsfamilie, wagte man den Schritt ins mittlerweile sonnigere Freie. Mochte da doch der letztmalig nach dem Gottesdienst gespendete Primiz-Segen des Neupriesters Dr. Thomas Hösl seine spontan-Wirkung gezeigt haben?

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