14.08.2014 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Hoher Sachschaden und lange Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn Reifenplatzer lässt Lkw kippen

Neben der Autobahn blieb der umgestürzte Sattelzug liegen. Die Bergung mit einem Spezialkran beanspruchte rund eineinhalb Stunden. Die Folgen des Unfalls zogen bis in den Nachmittag hinein Verkehrsbehinderungen nach sich. Bild: bk-media
von Redaktion OnetzProfil

(am/bkf) Ein geplatzter Reifen gilt als Ursache für einen Verkehrsunfall, der sich am Mittwochmorgen auf der A 93 ereignete. Ein mit Konserven und Einmachgläsern beladener Lkw kippte bei Nabburg neben der Standspur der Autobahn um. Die Autobahnpolizeistation Schwandorf schätzt den entstandenen Sachschaden auf 130 000 Euro.

Ein 47-jähriger Lastwagenfahrer befand sich gegen 6.45 Uhr mit seinen Sattelzug auf dem Weg von Pfreimd in Richtung Nabburg. Rund einen Kilometer vor der A-93-Ausfahrt Nabburg platzte der rechte Reifen der Lenkachse, woraufhin der Transporter nach rechts von der Trasse abkam, die Leitplanke durchbrach und nach etwa 100 Metern an der angrenzenden Straßenböschung umstürzte. Der 47-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt, musste aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.

400 Liter Diesel versickert

Ein Teil der Ladung lag sodann verstreut neben der Autobahn. Bei der Kollision mit der Leitplanke nahm auch der Dieseltank der Zugmaschine Schaden. Rund 400 Liter Kraftstoff versickerten deshalb im Erdreich. Die alarmierte Feuerwehr aus Pfreimd sicherte mit 30 Mann die Unfallstelle ab und leitete den Verkehr auf der Überholspur vorbei. Weil die Unfallstelle im Wasserschutzgebiet lag, mussten auch Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt verständigt werden.

Zur Bergung des Sattelzuges mittels eines Autokranes musste die A 93 in Richtung Süden für etwa 1,5 Stunden komplett gesperrt werden. Danach konnte nur der linke Fahrstreifen gleich wieder freigegeben werden, weil der durch den Kraftstoff verseuchte Boden auch noch abgetragen werden musste. Die Arbeiten dauerten bis zum Nachmittag.

Bei dem Unfall erlitt der Brummi-Fahrer leichte Verletzungen an einer Hand. Der Sachschaden an Lkw und Ladung belief sich auf rund 120 000 Euro; weitere 10 000 Euro kamen an der Schutzplanke dazu.

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