In Notfällen ist das Technische Hilfswerk seit 50 Jahren zur Stelle - Engagement und Know-how
Hilfe weltweit und direkt vor Ort

Lokales
Nabburg
29.08.2014
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"Raus aus dem Alltag - Rein ins THW", dieser Aufforderung des Technischen Hilfswerks (THW) ist in Nabburg in den vergangenen 50 Jahren eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer nachgekommen.

Mit persönlichem Engagement und der Bereitschaft zur Hilfeleistung konnten sie bei Unglücksfällen, Katastrophen und in Notsituationen oft Großes leisten. "Heute blicken mehr als 50 ehrenamtliche Helfer mit Stolz auf das 50-jährige Bestehen des Ortsverbandes Nabburg zurück", freut sich Ortsbeauftragter Dietmar Bleistein. "Sie haben unter anderem bei jüngeren Einsätzen wie beim Jahrhunderthochwasser 2013 in Bayern, beim Hochwasser in Serbien, Bosnien und Polen, bei Erdbeben in Haiti und Chile, dem Tsunami in Japan und Sri Lanka sowie beim Flüchtlingscampaufbau in der Wüste von Jordanien ihr Verantwortungsgefühl, ihre Hilfsbereitschaft, aber auch ihr fachliches und technisches Wissen unter Beweis gestellt."

Schaufel und Schubkarre

Doch nicht nur in der jüngsten Geschichte konnten die Helfer der Bevölkerung zur Seite stehen. Notlagen und Unglücksfälle gab es auch schon in den Anfängen des THW, allerdings stand vor allem in den ersten Jahren eine eher bescheidene Gerätschaft zur Verfügung: Spitzhacke, Schaufel, Brecheisen, Schubkarre und zur Not die eigenen Hände bildeten die Grundausstattung, mit der im Notfall geholfen werden musste.

"Die 50-jährige Geschichte des THW war immer geprägt durch großes Engagement und Leistung, aber natürlich auch durch Höhen und Tiefen", berichtet der Ortsbeauftragte. Schon die Zeit vor der eigentlichen Gründung des Ortsverbandes erforderte Hartnäckigkeit und den Willen zum Durchhalten: Rückschläge, behördliche Widerstände und finanzielle Probleme forderten ihren Tribut. Aber die ersten "Pioniere" eines Ortsverbandes des THW in Nabburg ließen sich nicht entmutigen: Oberinspektor Dietrich, damals Angestellter der Stadtverwaltung Nabburg, wurde offiziell am 29. Juli 1964 als erster Ortsbeauftragter berufen. Dieser Tag markiert gleichzeitig die Gründung des Ortsverbandes.

Erste Unterkunft, Ausbildungen, die Verfügbarkeit von technischem Gerät sowie die Anschaffung eines notwendigen Fuhrparks folgten sukzessive. Durch Großübungen und Ausbildung an den THW-Bundesschulen in Hoya und Neuhausen werden die Helfer stetig geschult und bleiben fit für den Ernstfall. So konnte das THW zum Beispiel auch im Jahr 1981 beim spektakulären Aufbau einer Bailey-Brücke in Nabburg über die Naab ihr Können zeigen.

Modernste Technik

Gebäudeeinstürze, Hochwasser, Explosionen, Sturmschäden, die Unterstützung der Feuerwehr bei starken Brandschäden, aber auch Auslandsaufenthalte bei großen Katastrophen gehören zum Alltag der Helfer. Vieles hat sich in 50 Jahren verändert: Aus Schaufeln und Schubkarren sind hochmoderne Fahrzeuge und Werkzeuge geworden, die die Einsätze noch effektiver gestalten. Die Mitglieder sind noch besser geschult und auf örtliche Gegebenheiten vorbereitet.

Aber eines ist gleich geblieben: Die Leidenschaft der Helfer und deren Zusammenarbeit für Menschen in Not. "Von der Lenzpumpe zur Hochleistungspumpe, von einfachster Ausstattung bis hin zu modernster Technik - die 50-jährige Geschichte des THW in Nabburg war spannend und auch wechselvoll", resümiert Dietmar Bleistein. "Die abwechslungsreichen Dienstveranstaltungen, die gute Kooperation mit den anderen Partnern im Bevölkerungsschutz in Nabburg und die Vielzahl der erfolgreichen Hilfeleistungen sind ein Zeugnis dieser Erfolgsgeschichte."
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