12.03.2013 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Josef Pretterer begeistert mit Figurenkabarett "Gen-ial" - Der kleine Pascal und sein Großvater Puppentheater für Erwachsene

Zahlreiche Puppen und viele verschiedene Themen: Josef Pretterer präsentierte im Schmidt-Haus sein Figurenkabarett "Gen-ial". Mit viel Fantasie beleuchtete der Künstler gesellschaftliche Problemfelder.

Josef Pretterer gibt im Schmidt-Haus den Großvater "Sepp Brandner", den der kleine "Pascal" mit Fragen löchert. Bild: sbö
von Siegfried BühnerProfil

Es steht nur ein Mann auf der Bühne, doch trotzdem bekommt das Publikum eine Vielzahl an Personen und Geschichten geboten. Josef Pretterer, der Münchner Künstler, hat den kleinen "Pascal" an seiner Seite, der seinen Großvater "Sepp Brandner" pausenlos mit Fragen löchert.

So gibt der urbayerische Landwirt seinem Enkel zum Beispiel eine etwas eigenwillige Sexualaufklärung. In seinem Programmpunkt "Kopfkino" präsentiert er eine Eizelle, die sich in einer Art Vorstellungsgespräch ihren perfekten Genlieferanten aussucht. Auch die richtige Berufswahl wird an diesem Abend reichlich diskutiert. Was soll der kleine "Pascal" einmal werden? Kardinal, Professor und Superstar heißen die Favoriten seiner Mutter "Lydia". Immerhin noch realistischer als der Wunsch ihres Sohnes. Denn dieser möchte gerne "Power Ranger" werden.

15 Jahre auf der Bühne

Josef Pretterer arbeitete bereits an Trickfilmen und Bildergeschichten für mehrere Fernsehsender. Dort erschuf er unter anderem auch Geschöpfe für die Sendungen "Sesamstraße", "Janosch" und "Traumstunde". 1998 feierte sein erstes Programm "Herzversagen" Premiere. Pretterer blickt heuer auf insgesamt 15 Jahre Bühnenerfahrung zurück. Inzwischen enthält sein selbstkreiertes Puppenensemble mehr als 50 Klein- und Großfiguren.

Der Name ist Programm

"Gen-ial" ist ein abwechslungsreiches Programm, das trotz mancher kurioser Fragen des kleinen "Pascal" ernste Themen anspricht. Der Name zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Denn neben der Suche nach dem perfekten Genlieferanten ärgert sich der grantelnde Landwirt "Sepp Brandner" auch über die Genproblematik in seiner Branche und das Klonen. Außerdem spricht Josef Pretterer über eine von Großunternehmen dominierte Welt, die von ihrer Gier und Geiz getrieben werden. Mit viel Fantasie und viel Humor versteht es der Kabarettist, diese Umstände satirisch in Szene zu setzen.

Das Publikum wurde den ganzen Abend in die Szenen einbezogen. Der kleine "Pascal" schlief am Ende auf der Bühne ein. Die Zuschauer forderten trotzdem lautstark eine Zugabe.

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