18.06.2004 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Mit dem Städteplaner Lösungsmöglichkeiten für neuralgische Stellen suchen Schlechte Parkmoral kritisiert

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Die schlechte Parkmoral in der Altstadt und in der Regensburger Straße beschäftigte den Stadtrat. "Fremde orientieren sich an Schildern und Markierungen". Da sollten sich die Nabburger doch auch darum bemühen, "ein gutes Bild abzugeben", meinte Stadträtin Heidi Eckl.

Peter Igl kritisierte, dass das Rosengässchen ständig zugeparkt sei. Irene Ehemann war vor allem die meist zugeparkte Freifläche vor der Bäckerei Brunner ein Dorn im Auge. Von oben kommende Autofahrer müßten nach rechts ausweichen, es komme zu gefährlichen Situationen mit dem Gegenverkehr. Zur Begrenzung der Fläche sollten Tröge aufgestellt werden. "Dann parken sie auf der Straße", warf Karl Beer ein. Josef Obermeier hielt es kaum für möglich das widerrechtliche Parken zu verhindern. Die Fläche nutzen Kunden, die eben schnell mal in die Bäckerei gehen. Bürgermeister Fischer regte an, die Fertigstellung der Schmiedgasse abzuwarten, da damit der Parkdruck am Oberen Markt wieder etwas abnehme. Dann könne man sich über Poller, Tröge oder andere geeignete Maßnahmen unterhalten.

Gemeinsame Begehung

Anton Schopper kritisierte, dass im Gremium "wieder gesprochen und appelliert" wurde, aber alles beim Alten bleibe. Falschparker sollten von der Verwaltung aufgeschrieben und der Polizei gemeldet werden. "Und wer soll das machen?" fragte Fischer. Es gebe nur die Überwachung durch die Polizei oder eine kommunale Verkehrsüberwachung. Und dafür sei Nabburg ja wohl zu klein. Zweiter Bürgermeister Armin Schärtl löst das Problem hartnäckiger Falschparker anders: "Ich bin mir nicht zu schade die Polizei anzurufen. Die schreiben die Falschparker dann schon auf". Das Gremium verständigte sich darauf, nach dem Mittelalterlichen Markt eine Begehung mit Städteplaner Hartmut Schließer zu arrangieren, um gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten an neuralgischen Stellen zu suchen.

Entwurf im September

Szenenwechsel: Richard Hirsch verwies darauf, dass das "Chaos in der Regensburger Straße" immer größer werde. Zum einen durch Autos, die vor der Eisdiele oder gar in zweiter Reihe vor den Geschäften parken, zum anderen durch die Verkehrsverlagerung, die aus der gesperrten Autobahnausfahrt Schwarzenfeld resultiert. Wann komme die Verkehrsberuhigung? Was die Beseitigung des Bahnüberganges anbelangt, "sind wir drei Jahre zu spät dran", da sich die Mehrheit des Stadtrates damals nicht zu dieser Lösung "durchringen konnte", schickte Bürgermeister Fischer voraus. Der weitere Fahrplan: Nach einem Auftaktgespräch mit Wasserwirtschafts- und Straßenbauamt werde nun der Straßenentwurf gefertigt. Er dürfte im September vorliegen. Dann könne ihn die Stadt in den Bebauungsplan einarbeiten und in das Aufstellungsverfahren gehen. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan sei Voraussetzung für die Bereitstellung finanzieller Mittel.

Auch im A6-Gutachten werde auf eine Problemlösung gedrängt. Nabburg befinde sich im Dreieck A93/A6. Die Stadt werde noch mehr Verkehr bekommen, noch mehr Staus bei Umleitungen nach Unfällen auf der Autobahn.

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