26.08.2014 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Moderner Pfarrhof neben der Kirche kurz vor Vollendung - Auch Kaplan zieht dort ein Umzug läutet neue Ära ein

Der Pfarrer wohnt schon dort, sein Büro zieht nächste Woche hin. "Kirchplatz 4" lautet ab dann die Adresse für den neuen Pfarrhof, der im Schatten der St. Johannes-Kirche liegt. Der alte Pfarrhof unterhalb des neuen Domizils soll verkauft werden. "Es gibt schon drei Interessenten", versicherte Pfarrer Hannes Lorenz.

Der neue Pfarrhof der Pfarrei Nabburg ist im ehemaligen Firmensitz der "Arges GmbH Industrieplanung und Lasertechnik" untergebracht. Im Erdgeschoss finden sich ab nächster Woche die Verwaltungsräume, der erste Stock bietet unter anderem Platz für die Sakristei und unter dem Dach wurde die Wohnung für den Pfarrer eingerichtet. Bild: Dobler
von Thomas Dobler Kontakt Profil

Vor sechs Jahren hat die Firma "Arges GmbH Industrieplanung und Lasertechnik" ihre große und moderne Unternehmenszentrale am Kirchplatz verlassen und ist nach Wackersdorf gezogen. Die Diözese Regensburg hat zu Weihnachten 2013 ihr Okay gegeben, das leerstehende Gebäude zu kaufen und umbauen zu lassen. Am 18. März 2014 wurde schließlich der Kaufvertrag unterschrieben. Das war für die Diözese keine leichte Entscheidung, denn grundsätzlich lautete die Vorgabe so, den bisherigen Pfarrhof abzureißen und an der bisherigen Stelle einen (kleineren) Neubau hochzuziehen. Hannes Lorenz ist merklich lieber, dass es anders gekommen ist. "Seit dem 1. Mai sind wir die Eigentümer."

Für die Lösung des Raumproblems mit Hilfe der Arges-Immobilie habe er sich intensiv eingesetzt, wie er deutlich machte. "Dieses Haus hat alle Optionen, die wir in der Pfarrei brauchen", erläuterte der Pfarrer, als er auf das Raumprogramm der neuen Zentrale zu sprechen kam.

In dem großen Haus hat nicht nur der Pfarrer eine neue Unterkunft gefunden, die sich unter dem Dach befindet, auch der Pfarrhausfrau wurde eine Wohnung eingerichtet. In den neuen Pfarrhof einziehen wird auch der Kaplan, auf den dort eine kleine Wohnung wartet. Der erste, der in diesen Genuss kommen wird, ist Kaplan Christian Blank, der in wenigen Tagen als Nachfolger von Alexander Dyadychenko in Nabburg begrüßt wird. Dyadychenko wohnte im Gebäude Spitalgasse 2, das auch der Pfarrei gehört. Es ist bereits an die Stadt verkauft worden. Mit diesen Einnahmen und dem erwarteten Erlös für den alten Pfarrhof will Pfarrer Lorenz erreichen, dass Kauf und Umbau des "Arges"-Gebäudes nicht teuerer kommen, als wenn man an der alten Stelle neu gebaut hätte. Das war mit 650 000 Euro veranschlagt worden.

In dem Haus ist genügend Platz für moderne Büros - selbst für den Kirchenpfleger und das Archiv. Die Ministranten bekommen einen Gruppenraum, ein Besprechungsraum für Sitzungen ist ebenfalls im neuen Pfarrhof vorhanden. Der erste Stock wartet unter anderem mit einem 80 Quadratmeter großen Saal als künftige Sakristei mit Schränken auf, in denen auch die wertvollen Messgewänder Platz finden werden, die bislang mehr schlecht als recht in einem dritten Gebäude der Pfarrei nahe der Kirche untergebracht sind.

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