Rauchender Holzstoß

Lokales
Nabburg
25.04.2013
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Am Sonntag, 28. April, entfachen Mitarbeiter des Freilandmuseums um 13 Uhr das Feuer im Kohlenmeiler, das für einige Wochen Tag und Nacht von ihnen betreut wird.

Kohlenmeiler sind kunstvoll aufgeschichtete, mit Erde bedeckte Holzstöße. Zündet der Köhler das Holz an, so verkohlt es. Was hier so einfach klingt, ist in Wahrheit ein Vorgang, der vom Köhler viel Erfahrung und Geschick im Umgang mit Feuer und Holz erfordert. Holzkohle war früher wichtig zum Betrieb von Eisen- und Glashütten oder anderen Erwerbszweigen, die hohe Temperaturen benötigten. Jeder Schmied brauchte die Holzkohle zum Erhitzen des Eisens. Kein Wunder, dass bei dem Waldreichtum der Oberpfalz auch der Beruf des Köhlers gut vertreten war. Nach dem Krieg wurde Holzkohle fast nur noch als Grillkohle gebraucht, so dass der Beruf des Köhlers nahezu ausgestorben ist. Nicht so im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen. Dort steht schon seit Jahren ein Meiler zur Besichtigung. Nun ist daneben ein neuer Meiler errichtet worden. Pünktlich zur Grillsaison wird dann auch die neue Kohle fertig sein.
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