Schlechte Sicht bei Hagelschauer: 29-Jährige bei Nabburg von Fahrzeug erfasst
Ersthelferin stirbt auf Autobahn

In den Unfall an der Anschlussstelle Nabburg am Samstagnachmittag waren mehrere Fahrzeuge verwickelt. Die Autobahn war rund viereinhalb Stunden gesperrt. Bild: Wilhelm Amann
Lokales
Nabburg
06.05.2013
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(nt/az) Ein heftiger Hagelschauer hat am Samstag auf der A 93 einen schweren Verkehrsunfall ausgelöst, bei dem eine junge Frau ums Leben gekommen ist. Neun Menschen wurden verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, hatten mehrere Autofahrer wegen des starken Hagels und der rutschigen Fahrbahn auf dem Standstreifen in der Nähe der Anschlussstelle Nabburg (Landkreis Schwandorf) angehalten. Weil auch die anderen Fahrer langsamer fuhren, bildete sich ein Rückstau.

Ein 49 Jahre alter Autofahrer sah das Stauende zu spät, kam rechts von der Straße ab und fuhr in eine Wiese. Um dem Verunglückten zu helfen, stieg eine 29 Jahre alte Frau aus ihrem stehenden Auto. In diesem Moment kam ein weiteres Auto ins Schleudern und erfasste die Frau. Sie wurde dabei so schwer verletzt, dass sie wenig später starb.

Fußgänger überfahren

Das Auto rutschte in drei weitere Fahrzeuge. Dabei wurden der Fahrer des Wagens schwer und seine Mitfahrer leicht verletzt. Zwei weitere Menschen erlitten bei dem Zusammenprall schwere Verletzungen. Die Rettungskräfte brachten die Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser. Die Autobahn A 93 war wegen des Unfalls von etwa 16 bis 20.30 Uhr komplett gesperrt.
Lebensgefährliche Verletzungen erlitt ein 60 Jahre alter Mann bei einem Unfall, der sich am späten Freitag auf der Nabburger Naabbrücke ereignete. Der Mann wurde von einem Taxi überrollt. Zum Zeitpunkt des Unfalls regnete es, die Sicht war eingeschränkt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei lag der Mann bereits auf der Straße, als er überfahren wurde. Ein Alkoholtest beim Fußgänger fiel positiv aus.

Bei weiteren schweren Autounfällen in Bayern ist am Wochenende mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, mehr als ein Dutzend wurden verletzt. Ein 75 Jahre alter Mann starb am Samstag, nachdem er im Kreis Weilheim-Schongau von einem Auto erfasst worden war. Der Rentner war mit einem Handbike unterwegs gewesen - einer Art Fahrrad, das mit den Armen angetrieben wird. Bei dem Autofahrer wurden 1,1 Promille Alkohol im Blut festgestellt.

Bei einem Zusammenstoß zweier Autos im Landkreis Nürnberger Land wurden am Sonntag ein 8-jähriges Kind und eine 71 Jahre alte Frau schwer verletzt. Glimpflich verlief dagegen ein Zugunglück am Samstagabend im Landkreis Oberallgäu. An einem Bahnübergang war das Auto einer Frau auf den Gleisen liegengeblieben. Nach dem Zusammenprall mit einem Zug fuhr ein weiterer Zug mit mehr als 400 Partygästen in die Unfallstelle. "Alle Beteiligten hatten großes Glück, dass der Unfall so glimpflich ausging", sagte ein Polizeisprecher. Die Bahnstrecke blieb bis zum Sonntagmorgen gesperrt.
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