03.09.2004 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Stadtrundgang mit MdB Hofbauer - Kommunalpolitische Themen diskutiert Altstadt unter der Lupe

"Ein Kleinod in der Oberpfalz" - lobende Worte sprach MdB Klaus Hofbauer (CSU) über die mittelalterlich geprägte Stadt Nabburg. Im Rahmen seiner "Landkreis-Tournee" war der Abgeordnete am Mittwoch nachmittag zu Besuch in Nabburg und wollte vor allem erfahren, wo der kommunalpolitische Schuh drückt.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Am Seyerleingarten brach die Delegation mit Hofbauer, drittem Bürgermeister Karl Beer, CSU-Ortsvorsitzendem Bernd Hofmann sowie Mitgliedern von CSU, Frauenunion und Jungen Union auf, um die historische Altstadt unter die Lupe zu nehmen. Zunächst gab Beer dem Abgeordneten einige Informationen über die Altstadtsanierung, die in den vergangenen 20 Jahren "das Gesicht der Stadt wesentlich verändert und zum Positiven gewandelt hat".

Zwei zentrale Themen standen bei der Besichtigung im Mittelpunkt: Der Bahnübergang und die Zunahme der Verkehrsströme nach der EU-Osterweiterung. Hofbauer nannte Zahlen: Zwischen Bayern und Tschechien habe der Güterverkehr insgesamt seit 1. Mai um 22 Prozent zugenommen, alleine in Wernberg-Köblitz um 87,9. Ergo: "Dieses Thema muss in den Mittelpunkt gestellt werden". Denn die Gefahr, dass auch Nebenstrecken von der Zunahme betroffen sind, sei nicht von der Hand zu weisen. "Die A6 muss deshalb so schnell wie möglich fertig gestellt werden", unterstrich er. Hofmann und Beer brachten dem MdB dann ein Thema nahe, das den Nabburgern schon lange auf den Nägeln brennt: Der Bahnübergang. Eine zweite Überfahrt wäre angebracht. Denn bei Hochwasser könnte der jetzt geplante Tunnel nicht mehr befahrbar sein und dann müssten weite Umwege in Kauf genommen werden.

Eine Doppellösung mit einer Anbindung in Richtung Passelsdorf zur neuen Autobahn wäre nach Ansicht der CSU-Stadtratsfraktion ein vernünftige Lösung. Hofbauer versprach, die Bestrebungen zu unterstützen und Gespräche zu führen, um auf die Dringlichkeit des Problems weiter hinzuweisen. Auch sonst machte sich der Abgeordnete für eine Stärkung der Bahn stark. Mit einer zweiten Linie nach Böhmen könnte versucht werden, der massiven Zunahme des Güterverkehrs Herr zu werden. Außerdem müsste - wie auch der Nabburger Landtagsabgeordnete Otto Zeitler vehement fordert - der Flughafen München besser an Ostbayern angebunden werden. Nach der Stadtbesichtigung diskutierten die Mitglieder von CSU, JU und FU im Alten Pfarrhof noch mit Hofbauer. Dabei kamen auch einige bundespolitische Themen wie etwa die Arbeitsmarktreform zur Sprache.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.