Stützpunkt geschlossen - Ehemalige Nabburger BGS-Angehörige wandern auf die tschechische Seite
Noch einmal bei Seedorf auf Grenzstreife

Die Wallfahrtskirche Maria Loreto jenseits des Eisernen Vorhangs beobachteten Nabburger Grenzschützer mit dem Fernglas. Nun sind sie hin gewandert. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
09.08.2014
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Ehemalige und Aktive der einstigen Grenzschutzabteilung Nabburg begaben sich an die tschechische Grenze nach Seedorf. Die Bundespolizei hat den früheren Grenzstreifenstützpunkt verlassen. Nach Fertigstellung des Neubaus der Bundespolizeiinspektion Selb können alle Mitarbeiter ihren Dienst dort verrichten. Seedorf wird nicht mehr benötigt.

Seedorf wurde 1971 für die damalige Grenzschutzabteilung II/1 (später Süd 4) Nabburg eingerichtet. Anlass war ein Grenzzwischenfall, bei dem Angehörige der tschechoslowakischen Grenztruppen zwei flüchtende DDR-Bürger auf Bundesgebiet verfolgten und wieder über die Grenze verschleppten. Bis jetzt wurde Seedorf als Dienstort für Kräfte der Bundespolizeiinspektion Selb weiter genutzt.

Die Schließung am 18. Juli nahm eine Abordnung ehemaliger Nabburger Abteilungsangehöriger (darunter Wolfgang Zumkley und Walter Wolf) zum Anlass, den alten Dienstort noch einmal aufzusuchen. Die beiden in der Bundespolizei vertretenen Gewerkschaften hatten zu einer kleinen Feier im ehemaligen Stützpunkt eingeladen. Eine Busfahrt organisierte der Seniorenbeauftragte Bayern der Polizeigewerkschaft Hans Zweck.

Die Gruppe führte noch einmal eine "Grenzstreife" durch. Zu alten Zeiten wurde das jenseitige Grenzgebiet mit dem Fernglas von einem Parkplatz aus abgesucht und der stetige Verfall der Wallfahrtskirche Maria Loreto oberhalb von Altkinsberg beobachtet. Nach der Wende wurde Maria Loreto mit großer Unterstützung aus der Bundesrepublik und von der örtlichen Bevölkerung renoviert und steht nun wieder als ein Kleinod den Pilgern zur Verfügung. Die Nabburger wanderten jetzt zu Fuß vom Parkplatz bei Mammersreuth zur Wallfahrtskirche.
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