02.04.2013 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Traditioneller Osterritt mit Musik und vielen Teilnehmern - Segen für Menschen und Tiere Hoch zu Ross zum Brünnl

"Alle Kapläne haben bis jetzt überlebt", scherzte Kaplan Alexander Dyadychenko zu Beginn der Messe. Denn auch in diesem Jahr ritt der Nabburger Geistliche zusammen mit den Mitgliedern des Reit- und Fahrvereins zur Wallfahrtskirche "Maria Brünnl", um einen Gottesdienst in der freien Natur zu feiern.

von Siegfried BühnerProfil

Strahlender Sonnenschein, eine schöne Landschaft und schon fast milde Temperaturen für den langen, eisigen Winter. Eine perfekte Kombination für einen Ausritt. Das dachten sich wohl auch die rund 50 Teilnehmer, die sich wie in jedem Jahr am Ostermontag versammelten. Los ging es um 9 Uhr an der Volkschule Nabburg. Daraufhin suchten sich die Pilger ihren Weg zu der alten Wallfahrtskirche "Maria Brünnl". Das österlich geschmückte Kreuz wies den Gläubigen den Weg, die sich hoch zu Ross, aber auch zahlreich zu Fuß in Richtung Stulln aufgemacht haben.

Sicher an der Waldkapelle angekommen, dankte Kaplan Alexander Dyadychenko als erstes allen Reitern und Gläubigen, die zum Gottesdienst erschienen waren. Ein spezielles Dankeschön erfuhren aber auch Josef Brunner, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Nabburg, und das Pferd "Moritz". Brunner war auch in diesem Jahr wieder verantwortlich für die Organisation und gab dem Geistlichen Reitstunden. "Moritz" brachte den Kaplan wie gewohnt sicher zu seinem Altar und wieder zurück. Das polnische Warmblut wird bereits seit 22 Jahren zu diesem Zweck eingesetzt.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung wie immer von der Jugendblaskapelle Nabburg, die die Wallfahrer von der Volksschule bis hin zur der Kirche begleitete und auch den Gottesdienst mit ihren Melodien untermalte .

An Ostern 1950 wurde der Flurumritt ins Leben gerufen. Der Reit- und Fahrverein übernahm im Jahr 1991 die Verantwortung für die Ostermontag-Tradition und feiert derzeit zusätzlich sein 25- jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums bekam jeder Teilnehmer ein Erinnerungsgeschenk.

Ein alter Brauch des Osterrittes ist es nicht nur die Menschen sondern auch die Pferde zu segnen. Denn Tiere bräuchten ebenso den Segen, meinte Kaplan Dyadychenko und blickte zugleich schon einmal in die nahe Zukunft: "Ich hoffe, dass ich auch im nächsten Jahr wieder mitreiten darf."

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