05.03.2004 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Über 400 Besucher beim BayernLight-Auftakt - Podiumsdiskussion und Kostproben Der Hit: Nabburg macht sich fit

Die Gesundheitsaktion "BayernLight-leichter leben in Deutschland" scheint in Nabburg ein Hit zu werden: Über 400 Besucher drängten sich am Mittwoch bei der Auftaktveranstaltung in der Nordgauhalle. Ihnen gefiel die Mischung aus Kostproben, einer Podiumsdiskussion mit Ärzten und kompakten Programminfos.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Einen Vorgeschmack auf die Aktion gaben die Infostände der beteiligten Einzelhändler. Frisches Obst, BayernLight-Brot und "schlanke" Kuchenschnitten wurden angeboten. Oder wie wäre es mit fettarmen Kaiserfleisch, Biogemüsetüten, Fastentees oder einem "Trink Dich Fit Shake"? Wer wollte, konnte auch in Büchern zum Thema Abnehmen schmöckern, sich über Pulsmesser oder Fahrradneuheiten informieren.

Der Gesundheit zuliebe

Das machte Appetit auf die Podiumsdiskussion mit den Nabburger Ärzten Dr. Helmut Scharrer, Dr. Josef Pürner, Dr. Stefan Gilliar und als Vertreter des WSV Max Lobinger. Im Vordergrund stand Abnehmen der Gesundheit zuliebe: Durch Ernährungsumstellung und Bewegung.

Erfrischend kurz und prägnant waren die Statements der Mediziner zu den Folgen einer "pfundigen" Lebensweise für Herz und Kreislauf. Diabetes wird primär durch Übergewicht ausgelöst. Von denjenigen Menschen, die 30 Prozent Übergewicht haben, sind bereits über 50 Prozent daran erkrankt. Wer hingegen zehn Kilo abspeckt, senkt seine Sterblichkeitsquote immerhin um 20 Prozent. Mit weniger Kalorien ist die Minimierung von Bluthochdruck, Diabetes und Durchblutungsstörungen verbunden. Wichtig ist die Kombination mit einem moderaten Bewegungsprogramm, da beim Abnehmen auch die Muskelmasse schwindet. Wer älter als 35 Jahre ist und nicht regelmäßig Sport treibt, sollte das Fitnessprogramm vorsichtig angehen. Die Mediziner rieten dazu vorher EKG, Blutwerte und Lungenfunktion checken zu lassen. Nicht jeder kann den gleichen Sport betreiben: Bei Arthrose ist Radeln und Schwimmen statt Joggen angesagt. Und keiner sollte "von Null auf 100 loslegen", so der ärztliche Rat. Pulsmesser zeigen individuell an, bei welcher Pulsfrequenz Fett am effektivsten verbrennt. Wer Probleme mit Herz, Nieren und Leber hat oder an Schilddrüsenüberfunktion leidet, sollte auf alle Fälle vor dem Abnehmen den Hausarzt konsultieren.

Fettpunkte zählen

In unserer Wohlstandsgesellschaft legt der Mensch im Schnitt innerhalb von zehn Jahren fünf Kilo zu. Die Devise lautet deshalb: "Die Fettzellen klein halten". Das wird laut Moderator Horst Jäger nur mit einer langfristigen Ernährungsumstellung erreicht, denn "was man sich 25 Jahre hingefressen hat, bringt keiner in einer Woche weg". Ein Baustein zum Wohlfühlgewicht ist die Ernährungsberatung. Keiner der Teilnehmer sollte pro Tag mehr als 60 Gramm Fett zu sich nehmen. Um sich diese Menge sinnvoll einzuteilen, weisen die Einzelhändler in ihren Produkten die sogenannten Fettpunkte aus. Um schon vor dem Einkauf geschickt auszuwählen, liegen hilfreiche Listen auf. Der zweite Baustein ist das Bewegungsprogramm der Sportvereine. Doch das ist laut Apotheker Horst Jäger kein Muss: "Alternativ können Sie sich auch den Hund der Nachbarin ausleihen".

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