Weltwasserwoche im Oberpfälzer Freilandmuseum eröffnet - Rund 2000 Schüler erwartet
Lebensgrundlage an 18 Stationen

Rund 2000 Schüler werden zur Weltwasserwoche im Oberpfälzer Freilandmuseum erwartet. Sie wurde gestern von Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und stellvertretendem Landrat Joachim Hanisch (hintere Reihe von links) eröffnet. Bei einem Rundgang schauten sie den Schülern über die Schulter - wie hier beim Wasserpumpen aus dem Brunnen. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
16.04.2013
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Was bei uns selbstverständlich ist, ist in vielen Teilen der Welt undenkbar. Dort gibt es keine Hähne, aus denen das kühle Nass kommt, geschweige denn überhaupt fließendes Wasser. Das Bewusstsein für den Wert des wertvollen Elements will die Weltwasserwoche im Oberpfälzer Freilandmuseum schärfen. Bis zum kommenden Montag erfahren Schüler aus dem gesamten Bezirk Wissenswertes rund um die Lebensgrundlage Nummer eins.

Zur Eröffnung kamen gestern - neben zahlreichen Schulklassen aus der Umgebung - auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und stellvertretender Landrat Joachim Hanisch. Amtsvorstand Mathias Rosenmüller vom Wasserwirtschaftamt Weiden übernahm die Begrüßung und sagte an die jungen Besucher gewandt: "Wasser in seinen verschiedenen Erscheiungsformen und seine Qualität ist eine Sache, die euch jetzt und in der Zukunft selbst betrifft. Wir möchten euch Zusammenhänge aufzeigen und erklären, wer für was zuständig ist und was ihr selbst bewirken könnt". Für die Weltwasserwoche ist das Oberpfälzer Freilandmuseum seiner Ansicht nach ein optimaler Ort: Praktisches Arbeiten habe für das Verstehen von Sachverhalten eine wichtige Brückenfunktion, "wenn Schüler Dinge, die sie gelesen oder gehört haben, selbst durchspielen und selbst praktisch erproben können".

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner war der Ansicht, dass im frühen Kindesalter die beste Zeit sei, um den Grundstein für ein ausgeprägtes Interesse an Natur und Umwelt zu legen. Nur, wer sich die Auswirkungen seines Verhaltens bewusst mache, könne es auch im Sinne der Nachhaltigkeit verändern.

Nicht selbstverständlich

Die Weltwasserwoche - sie findet heuer bereits zum 14. Mal statt - sei mittlerweile eine richtige Institution in der Oberpfalz, zu der rund 2000 Schüler aus dem gesamten Bezirk erwartet werden. "Gemeinsam mit den Lehrern können sie hier erfahren, dass Wasser nicht selbstverständlich ist", betonte die Regierungspräsidentin mit Blick auf die vielen Gegenden auf dem Globus, die massiv unter dem Wassermangel zu leiden haben. In diesem Jahr gibt es außerdem eine Neuerung an den 18 verschiedenen Stationen im Museum: "Erstmals zeigen wir, dass man mit Wasser auch Energie erzeugen kann", sagte die Regierungspräsidentin zu den kleinen Museumsgästen.

Auch Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher sprach die Probleme an, die der größte Teil der Welt mit der Wasserversorgung hat und ging - ebenso wie stellvertretender Landrat Joachim Hanisch - auf die Privatisierungspläne auf europäischer Ebene ein. "Wir müssen darum kämpfen, dass auch in Zukunft die Gemeinden die Bürger mit Wasser versorgen", unterstrich Hanisch. Wenn Betriebe das übernehmen würden, bestünde die Gefahr, dass das Element immer teuerer würde und eventuell das Leitungsnetz darunter leide.

Höher sah die Wasserversorgung in kommunaler Hand auch am besten aufgehoben: "Damit sichern wir euch und eueren Nachkommen, dass es hier weiterhin Wasser gibt".
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