Zeiten des Wandels - Frauen sorgen für die Weitergabe des Glaubens
"Bescheiden, aber offensiv"

Abklatschen mit dem neuen Bischof (ihl) Mit viel Applaus begrüßten die Schüler des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums gestern Bischof Rudolf Voderholzer bei seinem Pastoralbesuch. Dieser klatschte spontan die erste Reihe ab. Er mischte sich gern unter die Leute. Später aß er in der Gerresheimer-Kantine zu Mittag. (Innenteil)Bild: Götz
Lokales
Nabburg
25.04.2013
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Dem neuen Regensburger Oberhirten geht es darum, dass der Glaube "bescheiden, aber offensiv" vertreten wird, Die Rollen von Mann und Frau sind für Bischof Rudolf nicht beliebig und auch nicht austauschbar. Davon ist der Theologe überzeugt, wie er in einem Gespräch mit Schülern äußerte.

Bezüglich des Glaubens stuft er die Situation hier noch als relativ gut ein. "Mir ist klar, wir leben in einer Zeit, wo sich vieles wandelt." Er spielt damit auf die Umkehrung an, dass sich vor 30 Jahren etwa noch jemand rechtfertigen musste, warum er nicht in die Kirche gehe, jetzt sei es genau anders. Jesus habe aber nicht versprochen, dass wir viele seien. "Wenn etwas echt ist und das Leben trägt, dann interessiert das die anderen schon", ist er zuversichtlich. Den Einfluss der Frauen in der Kirche hält er keineswegs für gering. Er denkt dabei an die vielen engagierten Laien. Kirchliches Leben funktioniere nahezu ausschließlich wegen der Frauen. Sie hätten auch entscheidenden Einfluss auf die Weitergabe des Glaubens. Am Priestertum nur für Männer will er nicht rütteln, ist aus seinen Ausführungen zu schließen.
Die Rollen von Mann und Frau hält er für nicht austauschbar. "Mann sein und Frau sein ist nicht eine beliebige Rolle." In dem Gegenüber von Mann und Frau sei die Zukunft der Welt begründet. "Wer an diese Fundamente herangeht, spielt mit dem Feuer." Hierzu hätte er sicherlich noch mehr zu erklären gehabt oder auch mit den Schülern diskutiert, aber nach der Vorstellung religiöser und sozialer Aktivitäten am Schmeller-Gymnasium drängte die Zeit.
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