12.06.2004 - 00:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Zwingerweg eröffnet völlig neue Perspektiven - Arbeiten liegen gut im Zeitplan In der "Höll" fast wie im Himmel

"Das wird ein Traum": Stellvertretender Bürgermeister Armin Schärtl gerät ins Schwärmen. Bis zu Mittelalterlichen Markt am 17./18. Juli wird der Zwingerweg "bis auf kleine kosmetische Restarbeiten" fertig sein. Schon jetzt lohnt sich ein Spaziergang, eröffnet das neue Fußwegenetz der Altstadt doch völlig neue Perspektiven.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Bereits abgeschlossen ist die Sanierung der Stadtmauer im Bereich des Dechanthofes. Von den Dechantstufen aus kann nun die Altstadt entlang der Stadtmauer ohne Hindernisse umrundet werden.

Neuer Durchgang

Am Endpunkt wird an mehreren Stellen auf Hochtouren gearbeitet: Wer an der Stadtmauer entlang geschlendert ist, kommt zum Pulverturm, den bis vor kurzem auf Seite der Hüllgasse ein unscheinbares Haus "zierte". Die Stadt ließ es abbrechen. An dieser Stelle wurde in der Stadtmauer ein Durchgang geschaffen. Wer durch ihn vom Zwingerweg aus in die Hüllgasse tritt, hat ein Aha-Erlebnis: Einen traumhaften Blick auf die Stadtpfarrkirche. Besucher gelangen direkt zum Oberen Markt. Derzeit sind die Pflasterer am Werk, danach werden Bäume gepflanzt und der Pulverturm mit dezenter Beleuchtung ins rechte Licht gerückt.

Damit nicht genug: Der Halsgraben am Seyerleinparkplatz ist ausgelichtet worden. Über Treppe und Rampe gelangen Fußgänger von der Kemnather Straße aus in den Graben, der an einem Parkplatz am Schießstättenweg - unterhalb des Kindergartens - endet. Hier werden 13 Parkplätze geschaffen. Der Fußweg im Halsgraben ist zum einen für Schüler eine sichere Alternative zum Schießstättenweg, und zum anderen eine Oase für Spaziergänger, die direkt den Parkplatz am Schießstättenweg erreichen können. Nicht zuletzt dient er auch Müttern als Anlaufpunkt, die ihre Sprößlinge zum Kindergarten bringen.

Raffinierte Beleuchtung

Der Zwingerweg wird teilweise gepflastert, erhält aber überwiegend eine wassergebundene Oberfläche. Natürlich werden Bänke und Sitzguppen aufgestellt. Laut Bürgermeister Armin Schärtl werden die Erdarbeiten in den nächsten Wochen soweit abgeschlossen sein, dass die Kabel für die Beleuchtung verlegt werden können. Dann ist Lichtexperte Martin Klingler am Zug: Pollerleuchten werden den Zwingerweg erhellen, die Mauerkonturen effektvoll herausarbeiten.

Das Gesamtprojekt hat seinen Preis: 614 000 Euro kostet die Maßnahme der Stadt, allerdings gibt es eine 60-prozentige Förderung durch das Städtebauförderprogramm. Damit verbunden ist jedoch laut Schärtl "eine tausendprozentige Aufwertung des Lebens und Wohnens in der Altstadt. "D'Höll" - so nennt der Nabburger den Hüllgassen-Bereich - hat eine neue Perspektive erhalten. In Verbindung mit dem Zwingerweg ist es nun für Schärtl fast "wie der Himmel".

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