12.10.2017 - 15:34 Uhr
NabburgOberpfalz

Elektrotankstelle in Nabburg Beschluss vertagt

Elektromobilität hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Nun könnte im Stadtgebiet eine Ladestelle für Elektromobile entstehen. Eine endgültige Entscheidung darüber traf der Stadtrat noch nicht. Er wartet zunächst noch auf mögliche Impulse aus "Jamaika".

In Schwandorf (Bild) steht bereits eine Ladestation für Elektromobile. Bald könnte es auch in Nabburg möglich sein, das Auto an einer derartigen Station aufzuladen. Die endgültige Entscheidung darüber vertagte der Stadtrat. Bild: rhi
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Rund 15 000 Euro würde die Verlegung der notwendigen Leitung sowie die Installation der Säule kosten. Abzüglich des Förderanteils müsste die Stadt - je nach Leitungslänge - noch etwa 10 000 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen. Wie bei der Stadtratssitzung zu hören war, würde die Raiffeisenbank auf ihrem Gelände einen Platz für die Ladestation kostenlos zur Verfügung stellen. Die Wartungskosten belaufen sich auf etwa 70 Euro pro Monat.

Michael Giesl (CSU) stellte sich zunächst die Frage, ob überhaupt Bedarf an einer derartigen Ladestation für Elektromobile besteht. Wenn dem der Fall sei, sprach er sich dafür aus, die Station auf einem öffentlichen Parkplatz aufzustellen und nicht auf einer privaten Fläche. Sein Fraktionskollege Hans-Georg Dobler meinte schon, dass derartige Anlagen im Kommen sind, was man auch in anderen Orten - zum Beispiel Pfreimd oder Schwandorf - sehe. "Wir sollten Nägel mit Köpfen machen und zugreifen", sprach sich Dobler dafür aus, die Maßnahme wie vorgeschlagen umzusetzen.

SPD-Stadtrat Josef Weber gab zu bedenken, dass die Kommunen beim jetzigen Modell einen großen finanziellen Anteil selber zu tragen haben. "Ich würde darauf spekulieren, dass bei den Verhandlungen für die Jamaika-Koalition vielleicht eine bessere Lösung kommt und bis dahin abwarten", schlug er vor. Diesem Vorstoß konnte auch Evi Thanheiser (SPD) etwas abgewinnen. Sie sprach sich aber auch dafür aus, einen anderen Standort - ihr schwebte der Seyerleingarten vor - für eine eventuelle Ladestation zu wählen. In das gleiche Horn stießen Horst Jäger (ÜPW) und Helmut Ertl (CSU): Auch sie befürworteten eine öffentliche Fläche im Bereich der Altstadt.

Bei der folgenden Abstimmung entschied sich der Stadtrat mit 15:3 Voten dagegen, die Ladestation wie vorgeschlagen aufzubauen. Für eine sofortige Umsetzung hatten Bürgermeister Armin Schärtl, Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl (ÖDP) und Hans-Georg Dobler gestimmt. Das Gremium will demzufolge zunächst abwarten, ob die anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin in dieser Frage neue Gesichtspunkt ergeben - und dann endgültig entscheiden.

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