Hans-Georg Dobler bedauert: Blockbildung gegen Ideen der CSU - Bei Lärmschutz gegen ...
Arbeit von Bahn-Themen geprägt

CSU-Vorsitzender Tobias Knechtel (Mitte), FU-Kreisvorsitzende Marianne Forster (sitzend rechts) und der Fraktionssprecher im Stadtrat, Hans-Georg Dobler (Dritter von rechts) zeichneten Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit mit Urkunden und Nadeln aus. Martha Berr (mit Blumenstrauß) wirkte 60 Jahre engagiert im Ortsverband und in der Kommunalpolitik mit. Bild: ohr
Politik
Nabburg
28.03.2018
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Der CSU-Ortsverband dankt langjährigen Mitgliedern. Mit Martha Berr ehrt er eine Frau, die ihm schon sechs Jahrzehnte angehört. In der Versammlung macht er aber auch aktuelle Politik.

Als spannend, interessant, intensiv und ereignisreich bezeichnete der CSU-Ortsvorsitzende Tobias Knechtel das erste Jahr seiner Amtszeit. Im Beisein zahlreicher Mitglieder und des Ehrenvorsitzenden Bernd Hofmann blickte er im Restaurant Sauerer chronologisch auf einen arbeitsreichen Berichtszeitraum zurück. Er erinnerte repräsentativ an die CSU-Regionalkonferenz für die Region Nabburg/Oberviechtach und den gemeinsamen Standbetrieb mit der Jungen Union beim Nikolausmarkt in der Venedig. In Vorstandschaftssitzungen erörterten die Teilnehmer den Einwand zur Tektur des Planfeststellungsverfahrens für den Bahnübergang sowie die Einführung eines Bürgerinformationsblattes und Themen der Kommunalpolitik.

Desweiteren beteiligte sich der Ortsverband am Bahngipfel mit Bundesminister Alexander Dobrindt und den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht, Karl Holmeier und Hans- Peter Friedrich in Neustadt sowie am Gespräch zur Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg mit Vertretern von DB Netz. "Die CSU muss weiblicher werden", forderte die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Marianne Forster, in ihrem Grußwort. Die Themen "Pflege" und "Rente" müssten besetzt und mehr nach vorne gebracht werden.

Unter der Leitung von Bernhard Voit erbrachte die Wahl der Delegierten - aufgrund der Mitgliederstärke von 106 Personen darf der Verband sieben in die besondere Kreisdelegiertenversammlung (Europawahl) bestimmen - folgendes Ergebnis: Karl Beer, Hans-Georg Dobler, Helmut Ertl, Marianne Forster, Michael Giesl, Tobias Knechtel und Andreas Kraus.

"Ich verneige mich vor Ihnen, Frau Berr, für diese Leistung!." Mit dieser Charakterisierung brachte CSU- Ortsvorsitzender Tobias Knechtel das 60-jährige Engagement von Martha Berr in seiner Laudatio auf den Punkt. Er überreichte die Ehrenurkunde und die Nadel in Gold mit einem Blumenstrauß. Aus der Rückschau der Geehrten auf die sechs Jahrzehnte: Als "Zuagroaste" sei sie 1958 kaum acht Wochen in Nabburg und schon bei der CSU gewesen, zwei Jahrzehnte später im Stadtrat. Frau oder Mann in der Politik: Entscheidend sei, die gewählten Leute setzen sich für die Gemeinschaft ein. Sie richtete ein Kompliment an die Männer im Stadtrat: "Sie haben mich stets als Frau anerkannt. Ich akzeptiere jede Partei. Es war ein super Verhältnis im Stadtrat."

Ehrungen bei der CSUUrkunden und Nadeln bekamen verliehen:

Für 60 Jahre Zugehörigkeit zur CSU: Martha Berr. Für 45 Jahre: Helga Zeitler, Richard Monat. Johann Knorr und Johann Süß. Für 35 Jahre: Wolfgang Unger, Erich Wiesenbacher, Elfriede Grabinger, Bernd Hofmann, Josef Obermeier und Günther Wicha. Für 30 Jahre: Josef Edenharter, Ulrike Schüssel, Elinor von Beckedorff, Anton Kreckl, Manfred Blüml und Günther Koberstein. Für 20 Jahre: Andreas Nitz. Für 15 Jahre: Rudolf Reil und Alexandra Reil. Für 10 Jahre: Alexandra Meltl. (ohr)

Im Gegensatz zu den Anmerkungen der Geehrten Martha Berr bestehe im Stadtrat aktuell "kein harmonisches Zusammenspiel", merkte CSU-Fraktionssprecher Hans-Georg Dobler bei seinem Streifzug durch aktuelle Themen der Stadtpolitik an. Er betonte: Die CSU- Stadträte würden nicht blockieren, was auch gar nicht ginge, denn sie verfügen nur über acht der 20 Mandate. Sondern "gegen die besseren Ideen der CSU" formiere sich eine Blockbildung. Den Ausbau des westlichen Zwingerweges, der mit 200 000 Euro veranschlagt war, habe die CSU-Fraktion abgelehnt, weil er tatsächlich wesentlich teuerer werde. Zum Haushaltsplan 2018 fanden laut Dobler aber noch keine Vorberatungen statt. Das Handelszentrum werde an anderer Stelle kommen; die CSU habe sich stets dafür eingesetzt, dass neue Geschäfte entstehen. Die Nachfrage nach Bauplätzen sei größer als das städtische Angebot. Der Bestand der Berufsschule im Schulzentrum sei in Gefahr. Die Angleichung der Planfeststellungsverfahren zur Beseitigung des Bahnübergangs und zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg bezeichnete er als dringend erforderlich. "Nur so kriegen wir den Lärmschutz, der uns zusteht. Wir wollen keine billige Lösung für Nabburg", betonte Dobler. Auf Anfrage aus der Versammlungsmitte zur Tiefgarage in der Altstadt lautete die Antwort: "Sie ist gestorben".

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