13.10.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Stadträte mit Darstellung nicht einverstanden Ärger über Fernsehbeitrag

Einige Stadträte sind sauer: Grund dafür ist der Fernsehbeitrag, der am vergangenen Sonntag über die Entwicklung der Nabburger Altstadt gesendet wurde. Sie wollen ihn nicht unkommentiert stehen lassen und sich nun an den Sender in München wenden.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

In der Reihe "Unter unserem Himmel" lief am vergangenen Sonntag im Bayerischen Fernsehen ein Beitrag über die Entwicklung der Nabburger Altstadt (wir berichteten). "Entsetzt über die Art und Weise" äußerte sich SPD-Fraktionssprecherin Evi Thanheiser in einer Wortmeldung während der Stadtratssitzung. Es sei so dargestellt worden, als würde in der Altstadt nichts gemacht, bemängelte sie.

Dabei seien einige Sachen passiert: "Es tut sich was", war Thanheiser überzeugt. Deshalb forderte sie, eine Anfrage beim zuständigen Sender zu stellen, beziehungsweise dort das Missfallen der Stadt über den Beitrag auszudrücken. Bei Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) fand sie offene Ohren. "Sakrisch geärgert", sagte das Stadtoberhaupt, habe er sich, als er den Beitrag im Fernsehen verfolgt habe. Der Filmemacher sei zwei Stunden bei ihm im Büro gesessen. Dabei habe er - Schärtl - ihm erklärt, was die Stadt in der Altstadt alles unternommen habe und noch machen werde. Der Bericht sei nicht gegen die Stadt gewesen, sondern eher gegen den Denkmalschutz, sagte Schärtl weiter, aber dennoch wolle er - das Einverständnis der Stadträte vorausgesetzt - beim Sender die Unzufriedenheit der Stadt über diesen Beitrag kundtun.

"Die Bilder waren gut, die Berichterstattung einseitig", stieß auch Helmut Ertl (CSU) in das gleiche Horn. Altbürgermeister Josef Fischer gab hingegen zu bedenken, dass man den Beitrag nicht nur zurückweisen solle: "Der Film sollte auch Denkanstöße auslösen bei uns."

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