Stadtrat verfolgt Beschluss nicht mehr - Aus der letzten Sitzung des Jahres
Kein weiteres Buswartehäuschen

Politik
Nabburg
21.12.2016
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Mehrfach war im Laufe des Jahres ein beantragtes Bushäuschen Thema im Stadtrat. Nun zog das Gremium einen Schlussstrich: Mit 15:6-Stimmen beschloss es, von einem Bau abzusehen.

Den Antrag hatte die CSU-Fraktion eingereicht. Er besagte, in Perschen ein zusätzliches Wartehäusl aufzustellen. "Schräg gegenüber gibt es an der Kreisstraße schon eines, ein weiteres erhöht die Verkehrssicherheit der Schüler nicht", meinte dazu Bürgermeister Armin Schärtl (SPD). Er sprach sich dafür aus, die Angelegenheit nicht weiter zu verfolgen. Denkbar sei höchstens ein angeregtes Schild "Vorsicht Schulkinder!"

Stadtrat Frank Zeitler (CSU), der das Thema aufgegriffen hatte, verwies auf 32 Unterschriften auf einer Eltern-/Schülerliste. Im März habe der Stadtrat dann mehrheitlich beschlossen, das Vorhaben zu verwirklichen. Im Zuge des Verfahrens habe sich dann herausgestellt, dass für den Bau der Unterstellmöglichkeit ein paar Quadratmeter an kirchlichem Grund benötigt werden. Doch die katholische Kirchenverwaltung habe keine Abgabebereitschaft gezeigt. Auch ein von ihm vorgeschlagener Ortstermin mit Bürgermeister und Pfarrer sei nicht zustande gekommen. Deshalb, so Zeitler in einer persönlichen Stellungnahme weiter, habe er sich "als letzte Hoffnung an Bischof Voderholzer gewandt". Für die Diözese habe ihm Generalvikar Fuchs geantwortet, "dass man keinen Handlungsbedarf sieht". Zeitler trat vor der Abstimmung erneut für eine Ortsbesichtigung ein. Der Bürgermeister hielt sie nicht für nötig, denn die Lage kenne jeder im Gremium.

Nicht nur Hochzeitskirche

In einer Anfrage bezog sich Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) auf die zukünftige Nutzung der ehemaligen Spitalkirche. Seines Wissens nach wolle das Ensemble des "NABburgtheater" dort ein Märchen aufführen, bekomme aber nicht den gewünschten Termin, weil Hochzeiten im Belegungsplan stehen. "Die Kirche ist eine allgemeine Kulturstätte, nicht nur eine reine Hochzeitskirche", gab er zu bedenken. Das solle im Rathaus bei der Vergabe der Termine bedacht werden.

Zur Jahreswende

"Die Richtung stimmt, die Zahlen stimmen", brachte Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) am Ende der letzten Sitzung des Jahres 2016 die Lage der Stadt aus seiner Sicht auf den Punkt. Es sei wieder viel erreicht worden in den zurückliegenden zwölf Monaten, doch nun gelte es, den Blick weiter nach vorne zu richten und das nächste Jahr mit voller Kraft anzupacken. Aufgaben, die warten, gebe es da genügend. Vor allem das Thema "Bahnübergang" nannte er. "Da muss Entscheidendes passieren", betonte er. Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann (ÜPW) erwiderte die Worte des Stadtoberhauptes und dankte ihm für die geleistete Arbeit.
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