07.03.2018 - 20:10 Uhr
Nabburg

"tonart"-Festival schreibt rote Zahlen - Stadtrat stimmt für Fortsetzung in 2019 Auf die Stadtkasse angewiesen

Das Musik-Festival "tonart" bleibt für die Stadt ein Draufzahlgeschäft. Auch in der siebten Auflage bedurfte es einer kräftigen Finanzspritze der Kommune. 23 931 Euro waren es unter dem Strich, die als Defizit heraus kamen. Diesen Betrag ließ sich die Stadt das Zustandekommen ihrer Veranstaltung kosten. "Tonart" findet alle zwei Jahre, abwechselnd mit dem Mittelalterlichen Markt, in der Altstadt statt.

Besucher des "tonart"-Festival.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Der Stadtrat bekam am Dienstagabend vom geschäftsleitenden Beamten Hans Sorgenfrei die finanzielle Abrechnung des Wochenendes aus dem Juli 2017 vorgelegt. Demnach hatte man an beiden Tagen insgesamt 5670 zahlende Besucher registriert, die jeweils den Tagespreis von vier Euro entrichteten. Anhand der Zahlen über die Einnahmen und Ausgaben, die 2017 und auch bereits im Vorjahr anfielen, bezifferte er das entstandene Defizit mit 1931 Euro. Bei Einnahmen, die sich auf etwa 41 000 Euro addierten, hatte man Ausgaben in Höhe von rund 65 000 Euro.

"Unter Defizit verstehe ich die Gegenüberstellung aller Einnahmen und Ausgaben", konnte Stadtrat Michael Giesl (CSU) die soeben in der Sitzung dargestellte Zahl 1931 Euro nicht nachvollziehen. Bei der Benennung des Defizites vermisste er jene 22 000 Euro, die der Stadtrat schon vorab per Beschluss als Budget zur Verfügung gestellt hatte. Der tatsächliche Fehlbetrag summiere sich also auf 23 931 Euro. Das gelte es festzustellen, ohne damit den Gesamtbetrag oder die Defizitübernahme in Frage stellen zu wollen. Den Betrag bestätigte dann auch Bürgermeister Armin Schärtl (SPD).

Martina Klose, die in der Organisationsarbeit für die Verbindung zwischen Ausschuss und Verwaltung gesorgt hatte, teilte mit, dass versucht worden sei, die Stadt zu entlasten. Dazu trugen ihren Worten zufolge auch die eingenommenen 5500 Euro an Sponsorengeldern und die 500 Euro Zuschuss vom Landkreis bei. Schließlich nahm der Stadtrat die Abrechnung einstimmig zur Kenntnis und genehmigte sie.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Fortsetzung des Festivals. Ohne Diskussion entschied sich der Stadtrat, dass es "tonart" auch 2019 wieder geben wird. Der Beschluss kam bei einer Gegenstimme von Frank Zeitler (CSU) zustande. Im Haushalt 2018 weist die Stadt dafür ein Vorab-Budget in Höhe von 2200 Euro für vorbereitende Maßnahmen aus. Auch dagegen votierte lediglich Zeitler.

Schließlich galt es, den nächsten Organisationsausschuss personell zu besetzen. Das Festival 2019 sollen Ernst-Georg Bräutigam als Vorsitzender sowie Joseph Ferstl, Josef Weber, Heidi Eckl, Max Fröhler, Leon Wittenzellner und Tanja Wolfsteiner auf die Beine stellen. Auch diesen Beschluss trug Frank Zeitler als Einziger nicht mit.

Ernst-Georg Bräutigam gab daraufhin abrundend zu verstehen, dass es dem Ausschuss Freude bereitet, das Musik-Fest zu organisieren. Er bedankte sich beim Stadtrat dafür, "dass Sie es uns gestatten, weitermachen zu dürfen". Er sicherte zu, dass sich das Gremium um möglichst weitgehende Kostendeckung bemühen werde.

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