02.03.2018 - 20:00 Uhr
Nabburg

VG-Versammlung Nabburg beschließt Haushalt Verwaltung kostet mehr

Die Umlage überschreitet nach den Haushaltsansätzen die Grenze von 200 Euro pro Einwohner in der Verwaltungsgemeinschaft (VG). Das passt nicht jedem.

von Irma Held Kontakt Profil

Um 2,69 Euro steigt die Umlage von 198,67 auf 201,36 Euro. Das ist Altbürgermeister Josef Fischer zu viel, auch wenn es "nur 1,4 Prozent" sind. Im Zehn-Jahres-Vergleich sei die Umlage um fast 60 Prozent gestiegen, sagte er am Donnerstag in der VG-Versammlung im Rathaus. "Ich hoffe, dass die Effektivität und Kompetenz der Verwaltung entsprechend gewachsen ist." Fischer missfällt es auch, wegen des Organisationsgutachtens, das rund 50 000 kosten wird, die Rücklagen anzugreifen. Er erwarte, dass dann Mut gezeigt werde, die Erkenntnisse und Ergebnisse umzusetzen.

Das Gutachten komme zwar später als angenommen, "wichtig ist es schon noch", bemerkte Hans-Georg Dobler. "Das wird mit Sicherheit etwas bringen", ergänzte Verwaltungsleiter Hans Sorgenfrei. Bereits vor Jahren sei es in der VG-Versammlung angeregt worden. "Dann wissen wir auch, wie wir stehen." Es gebe bisher nicht einmal Stellenbeschreibungen. Externe hätten eine neue Sicht auf die Arbeitsabläufe und würden Erfahrungen aus anderen Verwaltungen einbringen. Der VG-Vorsitzende, Bürgermeister Armin Schärtl, führte aus, dass nur Beförderungen vorgenommen würden, die nötig seien. Fischer sah hier eine Vorwegnahme von Entscheidungen, die auch in einem halben Jahr oder Jahr getroffen werden könnten. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung, der der öffentlichen vorausging, wurden Beförderungen beschlossen, die in der vorletzten zurückgestellt worden waren.

Der Etat weist Schärtl zufolge keine großen Ausreißer auf. "Wir werden mehr und mehr eine Angestellten-Verwaltung." Sechs Beamte arbeiten in der VG und rund 30 Angestellte, verteilt auf 22,7 Vollzeitstellen. Der Angestellten-Nachwuchs werde hauptsächlich selbst ausgebildet. Zwei Azubis gibt es zurzeit, zwei haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Gegen den Stellenplan stimmte Altbürgermeister Fischer. Der Investitions- und Finanzplan wurde einstimmig beschlossen. Zu einer Erhöhung des Verwaltungshaushalts haben laut Kämmerer Fritz Lobinger das Organisationsgutachten durch den Prüfungsverband und die gestiegenen Personalkosten im Wesentlichen beigetragen. Beschlossen wurde, wie berichtet, eine Neugestaltung des Internetauftritts. Investiert wird vor allem in die Software im Rathaus, unter anderem in Office-Lizenzen. Die Berechnung für die Umlage auf der Basis von 7808 Einwohnern der drei Mitglieder Altendorf, Guteneck und Nabburg sei vorläufig, informierte Schärtl. Zugrundegelegt wurden die Zahlen vom 30. Juni 2016. Von 2017 liegen sie noch nicht vor.

Der Etat in Zahlen

Der Haushalt 2018 hat ein Gesamtvolumen von 2 079 200 Euro. Er erhöht sich gegenüber dem Vorjahr (1 913 600) um 165 600 Euro, das sind rund 8,7 Prozent. Der Verwaltungsetat schließt mit 2 000 100 Euro und steigt um 102 600 (Vorjahr 1 897 500). Der Vermögenshaushalt weist für Investitionen eine Summe von 29 100 Euro (2017 16 100 Euro) auf. Für die Finanzierung der Organisationsprüfung werden 50 000 Euro aus den Rücklagen dem Verwaltungshaushalt zugeführt. Insgesamt werden heuer 79 100 Euro aus den Rücklagen entnommen. Diese reduzieren sich dadurch auf 29 216,26 Euro. Die vorgeschriebene Mindestrücklage beträgt 18 580 Euro. Schulden hat die VG nicht. Sie erhebt auch keine Investitionsumlage. (ihl)

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