25.10.2017 - 16:42 Uhr
NabburgOberpfalz

Werkstattgebäude an der Berufsschul-Außenstelle in Nabburg in schlechtem Zustand Mehr Platz für zeitgemäßen Unterricht

Schwandorf/Nabburg. Eigentlich sollte für die Werkstatt des Fachbereichs Metall und Kfz an der Nabburger Berufsschule nur ein neuer Fahrprüfstand sowie Ersatz für drei defekte Maschinen gekauft werden. Als Fachleute das Gebäude aber genauer unter die Lupe nahmen, fanden sie zahlreiche Mängel sowohl an dem in den 60er Jahren gebauten Werkstattgebäude als auch an dem rund 20 Jahre jüngeren Erweiterungsbau. "Das Gebäude ist technisch und baulich in einem sehr schlechten Zustand", brachte Michaela Gottmeier, Sachgebietsleiterin Hochbau am Landratsamt, die Misere bei der Sitzung des Kreis-Bauausschusses am Montag auf den Punkt.

Die Werkstatt der Nabburger Berufsschule (Vordergrund, rechts neben dem langgezogenen Gebäude) ist technisch und baulich in einem schlechten Zustand. Sie soll nun saniert und erweitert werden. Luftbild: Michael Ascherl
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Die Mängelliste umfasst neben der maroden Bausubstanz auch die technische Ausrüstung - wie beispielsweise Heizung, Lüftung oder Elektro - sowie die Einrichtung der Werkstatt, die ebenfalls bereits veraltet und sanierungsbedürftig ist. Dazu kamen noch Beanstandungen wegen des derzeitigen Gasflaschenlagers und die Tatsache, dass die für einen zeitgemäßen Unterricht erforderlichen Maschinen für die Berufsschüler im aktuellen Gebäude nicht mehr unterzubringen wären.

In Zusammenarbeit mit einem Fachplaner und der Schulleitung wurde ein Drei-Punkte-Plan erarbeitet, um die Probleme an der Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums zu lösen. Dieser sah zunächst vor, dass sämtliche unmittelbaren Mängel umgehend behoben werden: Die Reifen sind nun nicht mehr im Fluchtweg sondern in einem Außencontainer untergebracht, die Gasflaschen vorschriftsmäßig gelagert. In einem zweiten Schritt muss eine Übergangslösung gefunden werden, um Platz für die drei Ersatzmaschinen zu schaffen.

Der dritte Punkt betrifft die künftige zeitgemäße Nutzung und Aufteilung der Räume für die Fachbereiche Metall und Kfz. Wie Gottmeier dem Ausschuss darlegte, wäre diese aber nur mit einer abermaligen Erweiterung des Werkstattgebäudes möglich. In dem neu zu bauenden Raum könnten dann auch der neue Fahrprüfstand sowie Hebebühnen untergebracht werden.

Siegfried Damm (SPD) bezeichnete die Ausführungen zur Situation auf dem Nabburger Schulberg als "kleinen Hilferuf". Um dort Abhilfe zu schaffen, war es für ihn klar, "natürlich unsere Zustimmung zu geben". Das sah auch Georg Butz so. Er ergriff für die CSU-Fraktion das Wort und betonte: "Ohne Neubau werden wir das Problem nicht lösen". Wenn dort weiterhin junge Menschen im Bereich Kfz ausgebildet werden sollen, sei dieser Erweiterungsbau nötig.

Für die Gesamtsanierung des bestehenden Werkstattgebäudes in die Erweiterung gäbe es Zuschüsse aus dem Finanzausgleich (FAG). Einstimmig sprach sich der Bauausschuss des Landkreises dafür aus, nach der Abstimmung mit der Regierung der Oberpfalz einen entsprechenden Zuwendungsantrag zu stellen.

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