11.10.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Zusage von "Amplus" Neuer Termin für Internet-Ausbau

Mit dem schnellen Internet geht es in der Stadt - respektive den Ortsteilen - nur sehr langsam voran: Monatelang lief beim Breitbandausbau sogar überhaupt nichts mehr. Nun gibt es eine neue Baufirma, einen festen Fertigstellungstermin seitens "Amplus" - und skeptische Stadträte.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Aufgrund der langen Verzögerungen beim Breitbandausbau wäre es der Stadt mittlerweile sogar möglich gewesen, den Vertrag mit "Amplus" zu kündigen und die Maßnahme neu auszuschreiben. Das legte Breitbandpate Roland Gerlach dem Stadtrat bei der Sitzung am Dienstag dar. Das wäre die eine Möglichkeit. Allerdings gilt es auch zu bedenken: 82 Prozent der gesamten Maßnahme sind bereits abgeschlossen, eine Neuausschreibung würde - wie Stadtrat Peter Haas (SPD) bemerkte - wohl noch länger dauern und Vertragspartner "Amplus" gelobte in Person eines Mitarbeiters in der Stadtratssitzung Besserung. Dieses Bemühen unterstrich der "Amplus"-Vertreter durch einen unterzeichneten Vertrag seines Unternehmens mit einer neuen Baufirma, die die restlichen Arbeiten ausführen soll. Insgesamt rechnete er mit etwa 5000 Metern Tiefbauarbeiten, die noch erledigt werden müssen, bevor sämtliche Haushalte das sogenannte "schnelle Internet" nutzen können. Neben diesem Vertrag hatte er auch zwei Zusagen für die Stadträte: "In drei Wochen werden die Bagger hier sein". Zuvor seien noch vorbereitende Maßnahmen nötig. Zweite Zusage: Bis spätestens 15. Dezember ist mit der Fertigstellung zu rechnen. Das sei mit der Baufirma vertraglich vereinbart. Fünf bis sechs Kolonnen mit insgesamt 45 Mann seien im Einsatz, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Worte hörte man im Stadtrat gerne, alleine fehlte - angesichts der bisherigen Erfahrungen - der feste Glaube daran, dass die Maßnahme wirklich bis zu diesem Stichtag abgeschlossen sein wird. Hans-Georg Dobler (CSU) sprach von einem "sehr sportlichen Ziel", bei dem zum Beispiel das Wetterrisiko nicht einkalkuliert sei. Sein Fraktionskollege Karl Beer sah das ähnlich: "Uns bleibt wahrscheinlich nichts anderes, als heute zuzustimmen - obwohl wohl ein Großteil der Räte davon überzeugt ist, dass die Maßnahme am 15. Dezember nicht abgeschlossen ist". Überrascht von den Verzögerungen, die der Stadtrat in diesem Ausmaß zum ersten Mal höre, war Altbürgermeister Josef Fischer (ABU). Auch er gab angesichts des genannten Termins zu bedenken: "Wir kennen die Witterungsverhältnisse nicht".

Der Stadtrat nahm den vorgestellten Sachverhalt zur Kenntnis - verbunden mit der großen Hoffnung, dass der avisierte Termin zur Fertigstellung eingehalten werden kann.

Uns bleibt wahrscheinlich nichts anderes, als heute zuzustimmen - obwohl wohl ein Großteil der Räte davon überzeugt ist, dass die Maßnahme am 15. Dezember nicht abgeschlossen ist.CSU-Stadtrat Karl Beer

Viele Verzögerungen

Während die Breitband-Erschließung der Ortsteile zu 82 Prozent abgeschlossen ist, warten sämtliche Stadtteile im Westen von Nabburg sowie Höflarn und Girnitz noch auf das schnelle Internet. Wie der Breitbandpate in der Verwaltung, Roland Gerlach, im Stadtrat darlegte, wurde der Kooperationsvertrag mit "Amplus" bereits Ende August 2015 geschlossen. Als Bauzeit seien damals zehn Monate vereinbart worden. Doch zu diesem Stichtag am 26. Juni 2016 hätten die Bauarbeiten gerade erst begonnen. Diese seien dann bis zum Winter gelaufen - ehe die Baufirma schlicht nicht mehr aufgetaucht sei. Im Juli seien die Arbeiten dann durch kleinere Firmen wieder aufgenommen worden. Dabei wurden die Ortsteile Tauchersdorf, Wiesensüß, Haselhof, Namsenbach und Eckendorf erschlossen. Jetzt sollen - so die Zusage von "Amplus" - bald wieder die Bagger anrollen und die Baumaßnahme bis zum 15. Dezember abschließen. (tib)

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