Handball-Damen siegen 20:18
HSG ringt Erlangen nieder

Mit fünf Treffern war Tanja Söllner (rechts) beste Werferin der HSG Nabburg/Schwarzenfeld beim Auswärtssieg in Erlangen. Bild: mhs
Sport
Nabburg
17.10.2017
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In Erlangen geht es für die Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld richtig zur Sache. Obwohl die Gastgeber eine frühe Rote Karte kassieren, bleibt die Begegnung bis zum Ende hart umkämpft.

Nabburg/Schwarzenfeld. Das Auswärtsspiel in der Bezirksoberliga beim TV Erlangen-Bruck war wieder eine extreme Herausforderung für die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Sie gewannen in Mittelfranken aber nach einer über 60 Minuten tollen kämpferischen Leistung verdient mit 20:18.

Der TV Erlangen ging hochmotiviert in seine erste Heimpartie und produzierte anfänglich einige technische Fehler. Auch die HSG-Damen zeigten sich etwas unkonzentriert, fingen sich aber relativ schnell. Die 6:0-Defensive der Gastgeber agierte sehr aggressiv und stellte für die Oberpfälzerinnen eine harte Nuss dar, die es zu knacken galt. Zu ungenaue Pässe und ausgelassene Torchancen hatten zur Folge, dass Erlangen mit 3:1 in Führung ging. Doch mit zunehmender Spieldauer gewann die HSG die Oberhand. Durch schnell vorgetragene Angriffe wandelten sie den Spielstand durch fünf Tore in Folge in eine 7:3-Führung. Bei einem Konter verletzte sich Theresa Fröhlich beim Zusammenprall mit der gegnerischen Torfrau, die dafür die Rote Karte sah. Ab diesem Zeitpunkt hielt die HSG die Mittelfranken stets auf Distanz. Die Abwehr agierte hervorragend und durch schöne Angriffsformationen zogen die Gäste auf 11:6 davon. Unerklärlicherweise kam es danach zum Bruch im Spiel der HSG. "Wir agierten wie ausgewechselt und haben dem TV direkt in die Hände gespielt", kritisierte HSG-Coach Karl Söllner. In der Abwehrformation bröckelte es, so dass die ständigen Kreisanspiele der Gastgeber nicht unterbunden werden konnten. Bis zum Halbzeitpfiff kam der TV auf 10:13 heran.

Nach der Halbzeit heizte sich die Stimmung auf. Die Franken erzielten umgehend den Anschlusstreffer und drängten auf den Ausgleich. Ungemein viel Aggressivität kennzeichnete die zweite Spielhälfte. Ständige Verwarnungen und 2-Minuten-Strafen waren die Konsequenz. Die HSG-Damen hielten kampfstark dagegen und schafften es, den Zwei-Tore-Vorsprung zu behaupten. Mitte der zweiten Hälfte machte sich auf beiden Seiten der Kräfteverschleiß bemerkbar. In Unterzahl kassierte die HSG prompt den Ausgleichstreffer zum 16:16. Die Gäste trotzten den ständigen Provokationen von Erlanger Seite aus. Fünf Minuten vor Schluss hieß es 18:18. Während die Franken offensiv keine Akzente mehr setzen konnten, landete die HSG noch zwei Treffer zum hart erkämpften 20:18-Sieg. "Wir hatten mit einfachen technischen Fehlern zu kämpfen und haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Es war keine schöne Partie, aber es zählen nur die zwei Punkte", resümierte Söllner zufrieden.

HSG-Torschützen: Tanja Söllner 5/2, Nathalie Fleischmann 4/2, Carina Czichon 3, Anna Stubenvoll 3/1, Theresa Fröhlich 2, Verena Luley, Steffi Senft und Kerstin Schill je 1
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