19.02.2017 - 17:18 Uhr
NabburgSport

HSG-Damen unterliegen HSV Bergtheim II: Personell zu geschwächt

Nabburg/Schwarzenfeld. Die Vorzeichen standen nicht gut für die Landesliga-Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld und so kam es auch, dass sie bei der Bayernliga-Reserve des HSV Bergtheim mit 26:32 unterlagen.

HSG-Torfrau Theresa Weiherer kassierte in Bergtheim eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Da keine zweite Torfrau mit dabei war, musste mit Carina Czichon eine Feldspielerin in den Kasten. Bild: mhs
von Tanja SöllnerProfil

Die Anfangsphase gestaltete sich für die Gäste aus der Oberpfalz noch passabel. Zwei schnelle Tore zum Spielstand von 2:0 ließ noch nichts Schlimmes vermuten. Wie erwartet fanden sich auf der HSV-Bank Spielerinnen der ersten Mannschaft, die am Spielverlauf maßgeblich beteiligt waren. Reitmeier: "Wenn sie bei allen Begegnungen mit dieser Mannschaft auflaufen würden, wären sie nicht im unteren Tabellendrittel." Obwohl seine Mannschaft nur mit einem Rumpfkader angereist war, zeigte sie viel Kampfgeist. Immer wieder versuchten die Franken über schnelle Konter zum Torerfolg zu gelangen. Die HSG-Damen hielten aber dagegen und behaupteten stets eine Ein- oder Zwei-Tore-Führung. Beim Spielstand von 7:7 nach 15. Minuten kassierte die HSG eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe - der erste Knackpunkt im Spiel. Die Heimmannschaft übernahm das Kommando und setzte sich auf 11:8 ab. Man merkte den HSG-Damen die fehlenden Wechselmöglichkeiten an, und der HSV Bergtheim zog das Tempo immer weiter an. Eine Auszeit von Trainer Uli Reitmeier kurz vor Ende der ersten Hälfte brachte Erfolg. Die Bayernliga-Reserve wirkte nervös, die HSG-Abwehr hingegen wurde wieder aggressiver. Im Angriff erzielte Carina Czichon zwei Tore, so dass es zur Pause nur noch 15:14 für den Gastgeber stand. "Obwohl wir so dezimiert angereist waren und auf der Gegenseite mehrere Bayernliga-Spielerinnen aufliefen, haben wir uns in der ersten Hälfte gut präsentiert", sagte Reitmeier.

Total verunsichert

Gleich nach dem Seitenwechsel kassierten die Gäste ein Tor, fingen sich aber schnell und schafften den Ausgleich zum 16:16. Die entscheidende Wende erfolgte, als Theresa Weiherer im HSG-Tor eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Da Ersatz-Torfrau Lisa Pröls nicht mit dabei war, musste Carina Czichon einspringen. Die HSG wirkte dadurch verunsichert. Mit fünf Toren in Folge (21:16) setzte sich die Heimmannschaft entscheidend ab. Immer wieder fand der HSV-Rückraum die Lücken in der Abwehr der Gäste. Als Ramona Völkl-Simbeck nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe mit der Roten Karte den Platz verlassen musste, wurde es eng für das Reitmeier-Team. Czichon präsentierte sich aber sehr wach und reduzierte den Vorsprung der Heimmannschaft immer wieder. Am Ende einer turbulenten Partie hieß es 32:26 für die Gastgeber.

"Wären wir mit unserer kompletten Mannschaft angetreten, hätte das Ergebnis anders ausgesehen. Wir mussten einige Schiedsrichter-Entscheidungen hinnehmen, die für den Spielverlauf ausschlaggebend waren. Trotzdem haben wir über 60 Minuten gekämpft. Jetzt haben wir erst mal zwei Wochen Pause und konzentrieren uns dann wieder auf unser nächstes Heimspiel", blickte Trainer Reitmeier schon wieder voraus.

HSG: Carina Czichon 8, Ramona Völkl-Simbeck 6/1, Anna Stubenvoll 6/1, Anna Heyn 5, Carina Schopper 1

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