158 Beamte in Ausbildung
„Jobdenken“ fehl am Platz

Der Polizeioberrat und Außenstellenleiter der Bereitschaftspolizei Nabburg, Gernot Schötz, appellierte an die Polizeianwärter, dass ihr Beruf nur mit Hingabe und Leidenschaft erfolgreich zu bewerkstelligen sei. Bild: hür
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Nabburg
16.05.2017
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158 Beamte in Ausbildung wurden auf dem Nabburger Fichtenbühl in der Bereitschaftspolizeiabteilung Nabburg offiziell begrüßt. "Jobdenken hat bei uns keinen Platz", schrieb ihnen Gernot Schötz ins Ausbildungs-Stammbuch.

Seminarleiter und Polizeihauptkommissar Daniel Czogalla freute sich über die Anwesenheit von Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl, Polizeioberrat und Außenstellenleiter Gernot Schötz, Polizeihauptkommissar Kurt Guggenberger und des Vorsitzenden des örtlichen Personalratsgremiums, Manfred Butz.

Schärtl unterstrich in seinen Grußworten, wie wichtig der Standort der Bereitschaftspolizei Nabburg für die Stadt selbst sei, zumal der ehemalige Bundespolizeisstandort nun durch die Bereitschaftspolizei sinnvoll und effektiv fortgesetzt werde und dies in der Außendarstellung für die Stadt Nabburg "eine prima Sache" sei. Eine interessante und kurzweilige Rede bekamen die im Altersbereich zwischen 17- und 25-jährigen künftigen Beamtinnen und Beamten durch Polizeioberrat und Außenstellenleiter Gernot Schötz zu hören.

Höchste Auslastung

"Jobdenken hat bei uns keinen Platz. Der Beruf des Polizisten ist eine Berufung die viel Hingabe und Leidenschaft einfordert", nahm Schötz die anwesenden Zuhörer in die Pflicht, sich auf die Ausbildung zu konzentrieren. Darüber hinaus berichtete er davon, dass die Bettenbelegung im Standort Nabburg inzwischen von Zweibettzimmern auf Dreibettzimmern nach oben geschraubt wurde, da derzeit die höchste Auslastung dieses Standorts seit Anfang der 60er Jahre gegeben sei. Die Altersstruktur der derzeitigen Polizeibeamten erfordert höhere Einstellungszahlen, so Schötz weiter.

Die jungen Polizeianwärter durften in den vergangenen Wochen schon einiges erleben. Angefangen vom ersten Abend an dem man noch recht zurückhaltend den künftigen Kollegen gegenüber war, der Vorstellung des Stammpersonals, der Klassenleitern und Ausbilder bis hin zum ersten Schießen mit der Dienstwaffe. "Ich denke man kann sagen, dass sich nach diesen Erfahrungen unsere Entscheidung bestätigt hat, den für uns richtigen Beruf gewählt zu haben", gab Seminarsprecher Christopher Dinkelmeyer in seiner Rede zu wissen. "Das Heimweh spielt natürlich eine Rolle und es erfordert eine gewisse Anpassungszeit", versicherte Dinkelmeyer.

Die Polizeiausbildung dauert zwei Jahre und sechs Monate und gliedert sich in fünf Ausbildungsabschnitte. Sie endet mit der Qualifikationsprüfung in der zweiten Qualifikationsebene des Polizeivollzugsdienstes. Die Beamten werden nach dem zweiten Ausbildungsjahr zum Polizeioberwachtmeister und nach bestandener Qualifikationsprüfung zu Polizeimeistern ernannt.
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