Altbürgermeister Josef Fischer feiert 75. Geburtstag
Nie erkaltete Liebe zur Heimatstadt

Altbürgermeister Josef Fischer (Fünfter von rechts), hier mit Gattin Edeltraut, empfing Geburtstagsgratulanten zum "75." Bild: Dobler
Vermischtes
Nabburg
13.09.2017
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Gut gelaunt empfing Altbürgermeister Josef Fischer diese Woche Gratulanten in seinem Haus in der Äußeren Venedig, die dem agilen Mittsiebziger zum Geburtstag ihre Aufwartung machten und dabei versicherten, wie sehr sie ihn und sein Engagement für seine Heimatstadt schätzen. Kommunalpolitisch sieht sich Fischer noch einige Jahre im Geschirr, wie er erzählte, "auch wenn ich das Jubiläum '50 Jahre im Stadtrat' nicht feiern werde". Denn die Wahlperiode endet 2020 und bis dahin hat es Fischer "erst" auf 48 Jahre in dem städtischen Gremium gebracht: "Und nocheinmal kandidieren will ich nicht."

"Ich genieße den Ruhestand", versicherte der frischgebackene "75er", auch wenn man in seinem Fall eher von einem Un-Ruhestand sprechen sollte. Denn der frühere Bürgermeister und Gründer der ABU (Aktive Bürger-Union) nimmt sein Ehrenamt als Nabburger Stadtrat und Mitglied des Schwandorfer Kreistags sehr genau. Trotzdem kann er sich Zeit nehmen für ausgiebige Zeitungslektüre, wobei der Neue Tag, aber auch Publikationen wie das "Handelsblatt" oben auf der Prioritätenliste stehen. Warum "Handelsblatt"? "Ich war früher von Beruf Diplom-Handelslehrer und habe an der Berufsschule unterrichtet", erklärt Josef Fischer.

Im Alter von 53 Jahren, wenn andere schon die Zeit bis zur Rente überschlagen, hat sich der einsatzbereite Nabburger überzeugen lassen, für die CSU als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Der Posten als Rathauschef war vakant geworden, nachdem Rudolf Scharf (SPD) 1995 überraschend verstorben war und dringend ein Nachfolger gesucht wurde.

Dass Fischer den Sprung an die Spitze der Kommunalverwaltung gleich beim ersten Versuch schaffen würde, glaubte damals nicht einmal er selbst: "Mit einer Stichwahl habe ich schon gerechnet." Doch die Bürger setzten von Anfang an auf ihn und so blieb er bis 2008 im Amt - 13 Jahre lang. Fischers Liebe zur CSU erkaltete in dieser Zeit, so dass er die ABU aus der Taufe hob, die in ihm den bekanntesten Repräsentanten in der Stadt besitzt. Nicht erkaltet ist seine Liebe zu Nabburg, wie sich immer wieder zeigt; so auch bei den Gesprächen während des kleinen Geburtstagsempfangs, zu dem sich unter anderem Bürgermeister Armin Schärtl und Stadtpfarrer Hannes Lorenz eingefunden hatten.
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