Auf dem Waldfriedhof
Vorplatz neu gestaltet

Der Vorplatz der Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof, die links zu sehen ist, wurde neu gestaltet. Bürgermeister Armin Schärtl (links) und sein Stellvertreter Kurt Koppmann (daneben) erläuterten vor Ort die Umbaumaßnahmen. Ganz neu ist die Urnenwand im Hintergrund. Bild: Dobler
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Nabburg
30.11.2016
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Völlig neu gestaltet wurde der Platz vor und bei der Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof. Beteiligt daran waren unter anderem ein paar Männer mit einer ganz besonderen Fähigkeit.

Weil der Um- und Neubau mit der Summe von fast 160 000 Euro nicht unbedeutend war, wollten Bürgermeister Armin Schärtl und sein Stellvertreter Kurt Koppmann die Maßnahme nach ihrem Abschluss offiziell vorstellen - speziell für jene Nabburger, die nur den Friedhof in der Stadt, den in Perschen oder in Brudersdorf kennen würden, sagte Schärtl.

Das Besondere ist die neue Urnenwand, die 48 Nischen bietet, die mit maximal jeweils vier Urnen belegt werden können. "Für nächstes Jahr planen wir ein Urnen-Gräberfeld", informierte der Bürgermeister und wies auf freie Wiesenflächen auf dem Friedhofsgelände, weiter oberhalb auf dem Galgenberg. Dazu müsse der Stadtrat noch seinen Segen geben, auch für die zugehörige Novellierung der Friedhofssatzung. Koppmann ergänzte, "dass wir aber gegen total anonyme Bestattungen sind". So etwas werde es auf dem Waldfriedhof auch künftig nicht geben.

Neu ist die Fläche vor der Aussegnungshalle. Vorbei sind die Zeiten der alten Waschbetonplatten. Jetzt liegen diamantgesägte Granitplatten und ein Granit-Natursteinpflaster auf dem Boden. Letzteres hatte es dem Bürgermeister besonders angetan.

"Die hatten den Bogen raus", bewunderte Schärtl die portugiesischen Pflasterer, die Teile des Vorplatzes der Halle gestaltet hatten. Das mit dem "Bogen raus" wollte Schärtl durchaus wörtlich verstanden wissen, denn die Pflastersteine sind auf 315 Quadratmetern Fläche in fächerförmigen Strukturen gelegt, und zwar ohne Vorlage. "Die konnten das", freute sich der Bürgermeister, der den Handwerkern über die Schulter geblickt hatte. Nur beim Thema Stundenlohn wollten die Männer nicht so recht mit der Sprache heraus. "I don't understand (ich verstehe nicht)" wurden entsprechende Nachfragen abgeblockt. Einig waren sich Schärtl und Koppmann, dass das Fachleute waren, die hier gearbeitet haben.

Sitzbänke und eine Bepflanzung am Rande grenzen den Vorplatz neuerdings gegen den restlichen Friedhof ab, was beim Beerdigungszeremoniell wichtig sei und einen etwas intimeren Rahmen ermögliche.
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