26.11.2017 - 15:40 Uhr
NabburgOberpfalz

Brennende Fahrzeuge nach tödlichem Unfall auf der A 93 Auto prallt auf Sattelzug

Bei einem Auffahrunfall auf der A 93 kommt ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab ums Leben. Der BMW-Fahrer verbrennt am Samstagnachmittag bei Nabburg im Wrack seines Autos. Die Frage nach dem Zustandekommen des Unglücks beschäftigt einen Gutachter.

Der Personenwagen wurde am Heck des Sattelzugaufliegers eingeklemmt. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Bild: Amann
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Der Unfall passierte am Samstag gegen 15.30 Uhr auf der Autobahn in Fahrtrichtung Regensburg. Etwa einen Kilometer nach der Anschlussstelle Nabburg prallte ein mit zwei Personen aus den Gemeinden Altenstadt und Mantel besetzter Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf einen Sattelzug. Der Wagen schleuderte dadurch nach rechts auf die Standspur, verkeilte sich unter dem Heck des Aufliegers und geriet sofort in Brand, wobei das Feuer schnell auf den Transporter aus den Niederlanden übergriff, der tonnenweise Kartoffeln geladen hatte. Der 20 Jahre alte, eingeklemmte Autofahrer konnte nicht mehr entkommen. Einer nachfolgenden, mutigen Verkehrsteilnehmerin gelang es noch, den verletzten, 21-jährigen Beifahrer aus dem Wagen zu ziehen.

Mit einem Großaufgebot rückten Feuerwehren und Rotes Kreuz aus; zudem landeten zwei Rettungshubschrauber auf und neben der Autobahn, die voll gesperrt werden musste. Auf der Gegenseite, auf der es in der Folge auch wegen der massiven Rauchentwicklung zu einigen kleineren Karambolagen kam, konnte der Verkehr zeitweise nur noch einspurig weiterfließen. Der Rettungsdienst traf mit sieben Fahrzeugbesatzungen ein. Im Mittelpunkt der Bemühungen stand der 21-Jährige: Nach der Erstversorgung flog ihn ein Hubschrauber zu einer Unfallklinik nach Regensburg. Lebensgefahr besteht bei ihm nicht, erfuhr die Polizei später. Der Lkw-Fahrer, der die Zugmaschine noch rechtzeitig vom Auflieger abkoppeln und 50 Meter von der Unfallstelle entfernt in Sicherheit bringen konnte, blieb unverletzt.

Die Feuerwehr, die mit Schaum gegen den Brand vorging, hatte nach Angaben ihres Pressesprechers Hans-Jürgen Schlosser rund 250 Einsatzkräfte vor Ort. Sie kamen aus den Wehren aus Nabburg, Pfreimd, Oberköblitz, Wernberg, Schwarzenfeld, Schwandorf, Wackersdorf und Diendorf. Auch Kreisbrandrat Robert Heinfling und das THW aus Nabburg befanden sich im Einsatz.

Der Verkehr wurde in Nabburg von der Autobahn abgeleitet, so dass ein längerer Stau auf der Autobahn zu verhindern war. Allerdings kam es daraufhin im Bereich der Stadt Nabburg, in der baustellenbedingt eine Umleitung auf der Ortsdurchfahrt besteht, zu langen Wartezeiten am Steuer. Die Fahrbahn der A 93 in Richtung Schwandorf musste zwischen Nabburg und Schwarzenfeld bis etwa 21 Uhr komplett gesperrt werden. Die Bergung der beiden Wracks zog sich bis 23 Uhr hin. Der entstandene Gesamtschaden dürfte sich laut Polizei bei mehreren 10 000 Euro bewegen.

Warum sich der Unfall ereignete, blieb zunächst unklar. Die Autobahnpolizei verständigte einen Gutachter, der an der Unfallstelle eintraf und dort nachforschte. Ein Ergebnis seiner Untersuchungen lag bis Sonntag noch nicht vor, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit. Die sachbearbeitende Autobahnpolizeistation Schwandorf rief zusätzlich alle Verkehrsteilnehmer auf, welche den Unfallhergang beobachtet haben, sich zur weiteren Klärung mit der Dienststelle unter der Telefonnummer 09431/430181 in Verbindung zu setzen.

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