23.01.2017 - 09:16 Uhr
NabburgOberpfalz

Delegation aus Nabburg besuchte Bischof Dr. Fritz Lobinger Ehrenbürger in der Außenstation

Seit vielen Jahrzehnten hat er in seiner Diözese in Aliwal-North (Südafrika) und auch innerhalb des Bistums Regensburg einen großen Beitrag zum positiven Erscheinungsbild der Stadt geleistet. Eine kleine Delegation aus Nabburg besuchte Bischof Dr. Fritz Lobinger und überreichte ihm formell per Urkunde die Ehrenbürgerwürde im Klosterdorf Mariannhill bei Durban.

Bei der Verleihung der Auszeichnung an Bischof Dr. Fritz Lobinger (Vierter von rechts) anwesend war auch Bischof Dr. Hubert Bucher (Zweiter von rechts), der zusammen mit Lobinger seinen Ruhestand in Mariannhill verbringt. Ebenso fanden sich die deutschsprachigen Schwestern ein: Schwester Eobarda Ries aus Nkandla (Dritte von rechts), sowie die Schwestern Agnes, Amanda und Winfried (alle drei aus Mariannhill). Die Urkunde überreichte Bürgermeister Armin Schärtl bei einem Besuch mit Pfarrer Hannes Lorenz.
von Sepp FerstlProfil

"Sie haben sich als Seelsorger und Theologe weltweit großes Ansehen erworben", würdigte Bürgermeister Armin Schärtl am Donnerstag die Leistungen von Bischof Dr. Fritz Lobinger. Seit er im Jahr 1975 nach Südafrika ging, zunächst als Missionar, dann als Leiter des Lumko-Instituts in Johannesburg und später als Bischof von Aliwal-North, habe er sich vielfältig verdient gemacht. Der Bischof, der am Sonntag seinen 88. Geburtstag feiern kann, dankte für die wohlwollenden Worte. Er freute sich außerordentlich über die Auszeichnung, aber auch darüber, "dass die Stadt Nabburg mit dieser Ernennung weit über ihre Stadtmauern hinausschaut in die Welt". Im Haus "Mater Dolorosa" - für Pensionisten - fühle er sich wohl.

"Südafrika ist die südlichste Außenstation der Stadtpfarrei Nabburg", so Pfarrer Hannes Lorenz. Er bezog sich dabei auf das Wirken von Bischof Dr. Lobinger und Schwester Eobarda Ries. Die Pfarrei sei stolz darauf, dass die beiden damals so mutig hinausgegangen seien, ohne zu wissen, was da genau auf sie zukomme und dass sie bereit waren, den Menschen im Süden Afrikas das Evangelium zu bringen.

Geschenke der Pfarrei

Weil Dr. Lobinger eine anstrengende Reise in seine Heimatstadt wohl nicht mehr antreten werde, überreichte Hannes Lorenz einen Zinnteller mit den Kirchen Nabburgs. Für Schwester Eobarda hatte er den gleichen Teller aber mit dem Hinweis, "damit Sie hoffentlich noch einmal den Weg in die Heimat finden, wenn es die Gesundheit zulässt".

Was durch Bischof Lobinger und sein Lumko-Institut entwickelt wurde und den Weg von Afrika nach Deutschland fand, ist die Methode des Bibelteilens in sieben Schritten. Für Afrika und seine Diözese hat er einen Weg gefunden, wie Laien als Wortgottesdienstleiter ausgebildet und eingesetzt werden können. Schwester Eobarda hat zum Beispiel viele Jahre Wortgottesdienste am Sonntag in den entlegenen Dörfern des Zululandes gefeiert. Nach seiner Emeritierung war Lobinger ein geschätzter Referent, Gesprächspartner und Kursleiter in mehreren Ländern.

Letztmals 2014 in Nabburg

Zum letzten Mal war Dr. Lobinger 2014 in Nabburg. Er feierte die Priesterjubiläen von Gottfried Rottner und Josef Lobinger sowie die Primiz von Thomas Hösl mit. Im Jahr darauf wollte die Pfarrei Nabburg mit ihm sein diamantenes Priesterjubiläum feiern, damals musste er aber kurzfristig wegen eines Unfalls in Südafrika absagen. Die vorher bereits ausgesprochene Ehrenbürgerwürde wurde ihm nun durch den Bürgermeister und den Stadtpfarrer überbracht.

Im Auftrag des Männervereins überreichte die Delegation ein kleines Kreuz aus Oberpfälzer Eiche. Dieses ist mit Heimaterde gefüllt. Anzufügen wäre noch, dass der Bischof für einen Heimatbesuch eigentlich ein Visum bräuchte. Die damalige Apartheid-Regierung von Südafrika zwang ihn, seine deutsche Staatsbürgerschaft aufzugeben.

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