22.02.2018 - 17:10 Uhr
Nabburg

Die Förderung der Nachwuchsarbeit steht im Mittelpunkt Schon mit zehn zur Feuerwehr

Kinder können nun früher in die Feuerwehr eintreten. Die Nabburger Wehr senkt in ihrer Satzung die Altersgrenze von zwölf auf zehn Jahre und hofft, so mehr Nachwuchs zu gewinnen.

Die Jahreshauptversammlung der FF Nabburg brachte wieder zahlreiche Beförderungen und Ehrungen mit sich. Dazu gratulierten auch die Ehrengäste.
von Richard AltmannProfil

Vorsitzender Harald Herrle blendete bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Stern auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Etliche Feste wurden besucht, darunter auch das Gründungsjubiläum der Partnerwehr im tschechischen Horsovsky Tyn. Auf große Resonanz stieß das eigene Hallenfest, verbunden mit der Stadtmeisterschaft im Feuerwehrautoziehen. Herrle nutzte die Gelegenheit, allen zu danken, die die Feste organisierten. Es wurde auch wieder in die aktive Truppe investiert: Ein Laptop und Hilfsmittel für den Wirtschaftsbetrieb.

"Die aktive Wehr hatte wieder alle Hände voll zu tun", betonte Kommandant Andreas Ringlstetter. Sie wurde zu 104 Einsätzen gerufen, die sich auf 14 Brände, 58 technische Hilfeleistungen, 12 Sicherheitswachen und 10 Fehlalarme aufteilten. Ringlstetter hob einen Wohnhausbrand in Pfreimd, den Brand in der Küche des Nabburger Chinarestaurants und die beiden tödlichen Unfälle auf der A 93 und A 6 hervor, welche die Feuerwehr besonders forderten. In der Einsatzstatistik sticht die hohe Zahl der Brände, bei welchen Atemschutzeinsätze nötig waren, hervor. Im abgelaufenen Jahr wurden 21 Ausbildungsabende organisiert. Der langjährige Leiter der Atemschutzträger, Lambert Willax, gibt sein Amt ab. Seit 2003 leitete und organisierte er die Gruppe, Nachfolger wird Max Eimer. Er dankte Lambert Willax für dessen engagierte Arbeit.

Zahlreiche Mitglieder haben sich erfolgreich verschiedener Lehrgänge und Fortbildungsmaßnahmen unterzogen. Ringlstetters Dank galt allen, die mit ihm immer daran arbeiten, "das Miteinander und Wir-Gefühl bei der Feuerwehr Nabburg zu stärken". Die aktive Wehr verfügt über 56 Mitglieder und 7 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Dies heiße nicht, dass die Feuerwehr genügend Aktive habe, die zu einem Einsatz gerufen werden können. Vor allem bei Alarmierungen während des Tages müsse die Einsatzfähigkeit gestärkt werden.

Eine besondere Freude war es für den Kommandanten deshalb, die neuen Aktiven Maria Bräutigam, Florian Schießl und Benjamin Schwarz willkommen zu heißen. Um die Jugendarbeit zu stärken, soll im Frühjahr eine Werbeaktion junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern. Es werden Jugendliche ab dem zehnten Lebensjahr angesprochen. Diese sollen in die Jugend- bzw. Kinderfeuerwehr aufgenommen werden. Dazu war eine Satzungsänderung erforderlich. Das Feuerwehrgesetz erlaubt es, Kinder und Jugendliche nun schon mit zehn Jahren aufzunehmen. Bisher lag die Altersgrenze laut Satzung bei 12 Jahren. Das wurde nun gestrichen. Bei den Neuanschaffungen regte Ringlstetter die Erneuerung der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte an, da der "Schutzanzug Bayern 2000" in die Jahre gekommen sei. Daniel Irlbacher sorgte dafür, dass sich in der Jugendarbeit - die Gruppe hat sieben Mitglieder - etwas rührt. Für die Teilnehmer des Wissenstestes gab es Plaketten. Beteiligt haben sich Jannis Lipp, Laura Koller, Yvonne Schießl und Florian Schießl.

Bürgermeister Armin Schärtl, dankte für die Einsatzbereitschaft der Wehr und für die zahlreichen Aktivitäten während des Jahres. Kreisbrandinspektor Hans Gietl lobte das Engagement der Nabburger Wehr: "Wichtig ist die Nachwuchsgewinnung". Hier habe die Nabburger Wehr mit der Satzungsänderung gut reagiert. Gietl bat die Stadt, der Anschaffung von neuen Schutzanzügen positiv gegenüber zu stehen.

Beförderungen und Ehrungen

Zur Feuerwehrfrau wurden Laura Koller und Anna Hierl, zum Feuerwehrmann Jannis Lipp befördert.

Oberfeuerwehrmann sind Martin Jank und Matthias Krogner. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Thomas Lipp ernannt, zum Löschmeister Johann Dobler. Für 20-jährige aktive Dienstzeit ehrte Andreas Ringlstetter Christian Graf, Raphael Herrmann und Bernd Simon, für 30 Jahre aktiven Dienst Karl Fronhofer. (ral)

Wichtig ist die Nachwuchsgewinnung.Kreisbrandinspektor Hans Gietl

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