02.04.2018 - 17:38 Uhr
NabburgOberpfalz

die Pfarrei Nabburg feiert das Osterfest Wenn ein Stein vom Herzen fällt

"Der Stein ist weg! Es klingt fast wie ein Nebensatz des Oster-Evangeliums." Und dennoch stecke, so Stadtpfarrer Hannes Lorenz, in dieser Erfahrung der drei Frauen, von denen der Evangelist Markus berichte, etwas Unglaubliches. Der Stein am Grabe Jesu werde zum Zeichen der Hoffnung. Die Passion Jesu erhalte laut Hannes Lorenz seinen Sinn erst mit Blick auf die Menschen, für die er sein Leben einsetzte. Er habe ein Beispiel gegeben, damit auch jeder Gläubige so handle, "wie ich an euch gehandelt habe!"

Zur Gabenprozession brachten die Ministranten auch zwei große Körbe mit Ostereiern für die Speisensegnung. Pfarrer Hannes Lorenz und Kaplan Berno Läßer verteilten sie nach der Feier an den beiden Ausgängen an alle Gottesdienstbesucher. Bild: bph
von Sepp FerstlProfil

Nach dem letzten Abendmahl wusch der Seelsorger den Erstkommunionkindern die Füße. Am Ende der Feier begleitete die Gemeinde den Herrn "in den Ölberg" im Westchor der Kirche. In absoluter Stille begann zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr die Karfreitagsliturgie.

Früh morgens, als es noch dunkel war, genauso wie die Osternachtsfeier in den frühen Morgenstunden begann, waren die drei Frauen zum leeren Grab gekommen, so berichtet das Evangelium. Sie stellten Unglaubliches fest: "Der Stein ist weg!" Nach dem Ruf "Christus ist wahrhaft auferstanden vom Tod, sein Licht erleuchtet das Dunkel der Herzen" bringt die brennende Osterkerze Licht und Freude zu den zahlreichen Gläubigen in den dunklen "Johannesdom". Den Stein vor dem Grab stellte Pfarrer Lorenz bei der Predigt in den Vordergrund. "Was vor dem Grab lag, war kein Steinchen. Es war ein mächtiger Felsblock, der nach jüdischer Begräbnissitte so groß war, dass ihn mehrere Männer vor den Eingang bewegen mussten." Eigentlich hätten die Frauen Angst haben müssen vor diesem Stein, denn er überforderte sie. Sie hätten nie alleine die Kraft gehabt, diesen Stein aus dem Weg zu räumen. "Steine, die unsere Kraft übersteigen, kennen auch wir viele. Unsere Welt ist voll davon." Der Stein ist weg, bezeichnete Lorenz als großartige Botschaft des Ostermorgens. Wo der Mensch am Ende sei, tue Gott sein großes Wunder. Der Stein vor dem Grab werde zum Sinnbild dessen, was beider Auferstehung Jesu geschehen sei: "Gott hat all unsere Grabsteine weggewälzt." Er habe den Weg frei gemacht, dass aus dem, was tot war, neues Leben werde.

"Das ist es, was Auferstehung meint und was wir am Ostermorgen in festlicher Freude feiern: Der Stein ist weg! Sprichwörtlich fällt uns ein Stein vom Herzen, der Stein unserer Hoffnungslosigkeit, der Stein unserer Feindseligkeit, der Stein unserer Unversöhnlichkeit, der Stein unserer Trauer, der Stein all unserer Erbärmlichkeiten. Der Stein am Grab wird zum Zeichen der Hoffnung für uns alle."

Zur Gabenprozession brachten die Ministranten zwei große Körbe mit Ostereiern für die Speisensegnung. Pfarrer Hannes Lorenz und Kaplan Berno Läßer verteilten sie nach der Feier an den beiden Ausgängen an alle Gottesdienstbesucher.

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