Ein Zeichen gelebter Solidarität

Für den Außendienst sollen die Team-Mitglieder der Caritas-Station mit einheitlichen Wetterschutzjacken ausgestattet werden. Während einer adventlichen Feier überreichte Vorsitzender Pfarrer Hannes Lorenz (rechts) im Beisein von Geschäftsführer Gerhard Eilers (sitzend links) symbolisch die erste Schutzjacke an Pflegedienstleiterin Kerstin Neidl (Dritte von links, sitzend) als "Christkindl". Bild: bph
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Nabburg
23.12.2016
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Auf ein erfolgreiches Jahr kann die Caritas-Sozialstation zurückblicken. Möglich gemacht hat das die engagierte Arbeit des Pflegeteams und die wertvolle Mitgliedschaft im Krankenpflegeverein. Und die Zahl der zu betreuenden Patienten hat sich von 180 auf mehr als 210 erhöht.

Dieser außergewöhnliche Zuspruch zog allerdings zusätzliches Pflegepersonal nach sich. Ebenso ein weiteres Auto, um die notwendige neue Tour im Frühdienst zu bewältigen. Bei der hauswirtschaftlichen Versorgung gab es enorm viele Nachfragen. "Für immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen ist dieser Dienst unverzichtbar geworden, so dass wir derzeit schon zehn Angestellte für diesen Bereich haben," sagte der Vorsitzende, Pfarrer Hannes Lorenz, in seiner Bilanz. Da die Station den Anfragen kaum nachkommen kann und immer noch eine Warteliste vorliege, sei es erforderlich, sich weiter durch neues Personal zu verstärken.

Erfreulich sei aber auch die Betreuungsgruppe, die sich 14-tägig in der Station trifft und bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Die Betreuungsleistungen zu Hause stiegen ebenso. Aufgrund dieser Entwicklung könne behauptet werden, "die Caritas-Sozialstation ist für sehr viele Menschen die erste und wertvolle Anlaufstation, wenn sie Pflege und andere Dienste oder einfach Beratung brauchen.

Vor großen Herausforderungen stehe die Sozialstation wegen des neuen Pflegestärkungsgesetzes, welches zum neuen Jahr in Kraft trete. Pflegedienstleiterin Kerstin Neidl und Geschäftsführer Gerhard Eilers seien deswegen seit vielen Wochen unterwegs, um bei den verschiedenen Krankenpflegevereinen vor Ort über die Veränderungen zu informieren.

Mit einem wirtschaftlich hervorragenden Jahresergebnis könne die Station trotz enormer finanzieller Aufwendungen in diesem Jahr rechnen, obwohl vier neue Autos angeschafft und drei alte Fahrzeuge ausgetauscht werden mussten. "Das ist nicht selbstverständlich. Das ist nur möglich, weil uns die solidarische und finanzielle Unterstützung durch die Kirchenstiftungen sowie die Krankenpflegevereine eine Planungssicherheit schenken, die uns schon zu Beginn des Jahres mutige Entscheidungen treffen lässt."

Ebenso gewährleisten die Mitgliedsbeiträge, dass kein Patient abgelehnt werden müsse, weil er in einem abgelegenen Dorf oder Weiler wohne und deswegen für die Station "unwirtschaftlich" wäre. Etwa 60 Prozent der Mitgliedsbeiträge, die von den Krankenpflegevereinen kommen, gehen in Form von zusätzlichen Leistungen an die Patienten zurück. Voraussetzung dabei. Die Person muss Mitglied eines Krankenpflegevereins sein und von Nabburg aus versorgt werden. "Das werden in diesem Jahr etwa 12000 Euro sein" erklärte Lorenz und fügte hinzu: "Die Mitgliedschaft im Krankenpflegeverein ist also ein Zeichen gelebter Solidarität mit alten und pflegebedürftigen Menschen vor Ort."
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