Erlebnis für Blasmusik-Freunde

Mit einer starken Leistung präsentierte sich die Jugendblaskapelle bei ihrem Neujahrskonzert in der Nordgauhalle. Am Ende gab es lange anhaltenden, verdienten Applaus. Bilder: bph (2)
Vermischtes
Nabburg
10.01.2017
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Warteten mit einem Blasmusik-Schmankerl auf: Markus Koppmann (links) und Christian Prüfling.

Eine großartige Leistung lieferten die Musiker der Jugendblaskapelle am Samstag in der Nordgauhalle. Unter der Regie der Dirigenten Markus Ferstl und Stefan Neger erlebten über 600 Besucher einen starken Klangkörper, der beim Neujahrskonzert vollauf überzeugte.

Klangstark und abwechslungsreich startete das Ensemble mit "Arioso" von Klaus-Peter Bruchmann in das neue Jahr. Mit "Flashing Winds" ging es ebenso schwungvoll und rasant weiter. Kurt Gäble lässt in seinem Stück "Zeitenwende" miterleben, wie aus althergebrachter Tradition und fremden Einflüssen mit Besonnenheit und Vernunft etwas Neues entsteht. Mit "Terra die Montagne" - "Land der Berge" - von Michael Geisler gelingt den Instrumentalisten ein Meisterstück. Sie bringen die Vorstellungen des Komponisten auf den Punkt: Wuchtige, ehrfurchtgebietende Klänge lassen in einem musikalischen Gemälde die gewaltigsten Gipfel mit schimmernden Gletschern vor dem inneren Auge auftauchen. Bravourös danach auch die Präsentation von "Utopia". Mit der Polka "Dankeschön und auf ein Wiedersehn'n" huldigte die Kapelle der traditionellen Bläsermusik.

Der Nachwuchs unter der Leitung von Stefan Neger hatte sich an diesem Abend ganz der Filmmusik verschrieben. Im ersten Stück mit der Musik zum Film "The Hunger Games" - "Die Tribute von Panem" setzte er darin das große Thema, den Kampf der kleinen Leute gegen Unterdrückung und Ausbeutung durch eine reiche Oberschicht, gekonnt in Noten um. Als Vortrag mit Herz und Schwung kann auch das Medley der Highlights aus dem Film "The Lion King", Musik des populären englischen Sängers, Pianisten und Komponisten Elton John, bezeichnet werden.

Ein Höhepunkt im Duett

Mit dem Marsch "Hoch Heidecksburg" kam das große Blasorchester wieder auf die Bühne zurück. Im Anschluss überraschten Markus Koppmann und Christian Prüfling mit der Polka "Tenöre über Innsbruck", einem besonderen Schmankerl für alle Kenner der Blasmusik. Bei dieser Gelegenheit dankte Nadine Plößl "unserem Koppi", dass er als gefragter Berufsmusiker neben seiner Tätigkeit als Dirigent der Stadtkapelle Höchstadt an der Aisch und als Posaunist bei den Bayreuther Wagner-Festspielen, den Salzburger Festspielen und weiteren Symphonie- und Opernorchestern sich auch noch Zeit für die Jugendblaskapelle nimmt. Auch Christian Prüfling galt ein besonderer Dank, dass er als Hobby-Musiker so engagiert sei, um gemeinsam mit Koppmann dieses Solostück für zwei Tenorhörner zum Besten gab. Das Duo brillierte und lieferte ein Klangerlebnis der Extraklasse.

Ein Ausflug in die Welt der Phantasie folgte mit "The Lord of the Rings" - "Der Herr der Ringe". Wohlklingend und anspruchsvoll setzten die Akteure die Vorstellungen von Johan de Meij gekonnt um. Imposant bei den Auszügen aus der Symphonie Nr. 1 nach dem Arrangement von Paul Lavender, wie es den Akteuren gelang, Orte, Stimmungen und Charaktere zum Klingen zu bringen. Einfühlsam intoniert war nach den imposanten Klängen in "Der Herr der Ringe" das zarte Arrangement von Kurt Gäble nach Reinhard Fendrichs "Bergwerk".

Hommage an Joe Cocker

Blues vom Feinsten gab es im Anschluss mit der Rock-Selection "Joe Cocker". Die erfolgreichsten Songs des Sängers ließen das begeisterte Publikum in Erinnerungen schwelgen. Traditionell verabschiedete sich das Orchester mit "Guten Abend, gut Nacht" in einer Bearbeitung von Alexander Pfluger.

Der begeisterte Saal spendete reichlich Applaus. Auch ohne Forderung nach Zugaben setzte der Klangkörper trotz Größe und beeindruckender Geschlossenheit noch ein weiters Highlight drauf: "Watermelon Man" von Herbie Hancock. Der "Rainer Marsch" kündigte letztlich das Ende eines Blasmusikabends an mit mitreißenden Höhepunkten und ausgefeilten Solis.
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