27.12.2017 - 14:48 Uhr
NabburgOberpfalz

Festliche Stimmung in der Kirche

"Weihnachten ist uns viel wert und das schon seit Kindertagen." Es scheine. so Stadtpfarrer Hannes Lorenz in der Christmette, als würde Weihnachten von den dramatischen Veränderungen in der Welt unberührt bleiben. Wie viele Sachen seien da heute wichtig und morgen schon wieder wertlos.

Die Ankunft Jesu Christi: Pfarrer Hannes Lorenz zelebrierte danach die Christmette in der Stadtpfarrkirche. Bilder: bph (2)
von Sepp FerstlProfil

Bereits am Nachmittag starteten die Feierlichkeiten zum Hochfest Christi Geburt mit dem "Einläuten" und dem Krippenspiel der Kinder und der Mette für die Senioren der Pfarrei. Drangvolle Enge zeigte sich nicht nur dabei, auch beim Höhepunkt, der Christmette - zelebriert von Pfarrer Hannes Lorenz und Kaplan Berno Läßer im Beisein vieler Ministranten - kurz vor Mitternacht, wollten zahlreiche Gläubige mit dabei sein.

Weihnachten macht froh

Passend zum kirchlichen Hochfest im Jahreskreis erklang vor der Christmette erbauliche Orgelmusik - begleitet von Orgel, Klarinette und Querflöte. - mit weihnachtlichen Weisen. Für eine besonders festliche Note am Heiligen Abend sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Jonathan Brell. Mitten hinein in diese Welt sage uns Weihnachten, so Pfarrer Lorenz: "Es kommt einer zu dir, für den bist du wertvoll! Jesus Christus, der Mensch gewordene Gottessohn. Er mag dich so sehr, dass er dir ganz nahe kommt". Er möchte für jeden da sein, ganz gleich wer oder was er sei. Er stehe zu jedem, auch in all der vielen Sorgen und Niederlagen "Er mag dich trotz Fehler oder schlechten Gewohnheiten. Er schenkt dir deinen Wert, selbst wenn du schwach und krank oder alt bist. Und wenn dich keiner mehr beachtet und du ganz allein stehst - er will dir Gemeinschaft schenken. Ja selbst, wenn du gestorben bist, bist du ihm noch etwas wert und er gibt dir einen Platz bei sich.

Dies sei das Geheimnis von Weihnachten. Es hätte längst seine Bedeutung verloren, würde man nicht diese Botschaft tief im Herzen spüren. Und darum verwandle Weihnachten einen jeden oder wenigstens in dieser Heiligen Nacht wieder aufs Neue. "Es reißt uns heraus aus den Gleisen des Alltags und stellt uns in eine scheinbar ganz andere Welt." Wir kämen wie die Hirten im Evangelium zur Krippe und brächten das eigene Leben mit all seinen Höhen und Tiefen mit. Dabei sei spürbar, "dass wir bei Gott angenommen sind."

Ein gutes Wort sei Balsam für die Seele. Es mache froh und bringe Zuversicht. Es befreie und löse Bitterkeit. Der Wunsch nach einem guten Wort bleibe laut Lorenz oft ungehört. "Unsere Welt kennt eher die rauen Töne. die schlichten Infos und den unverbindlichen Small-Talk." An der Krippe galt ein neues Gesetz: Hier galt nicht das, was Menschen voneinander dachten, sondern, was Gott von den Menschen denkt.

Musik auf dem Markt

So rufe Gott Jedermann zu: "Komm, wie du bist! Komm mit all deiner Freude und all deinem Leid! Komm mit all deinen Erfolgen und all deinen Fehlern! Komm, mach dich auf und fürchte dich nicht!" Gott bereite nach den Worten des Seelsorgers, dieses Fest. Darum dürfen alle zu ihm kommen. "Uns allen ist heute der Heiland geboren, der Immanuel, der Gott mit uns!"

Mit "Stille Nacht", gesungen wie aus einem Mund bei Kerzenschein klang der feierliche Gottesdienst aus. Anschließend versammelten sich die Mettenbesucher vor dem Rathaus. Bei Glühwein von den Ministranten lauschten sie den besinnlichen Darbietungen der Jugendblaskapelle unter der Leitung von Markus Ferstl zum traditionellen "Christkindl-Anblasen" vor dem Brunnen auf dem Oberen Markt.

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