02.11.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Firmung stärkt 37 Jugendliche im Glauben - Weihbischof in der Pfarrkirche Festtag für erwachsene Katholiken

Sie sind nun noch enger mit dem Glauben und der Kirche verbunden: Mit dem Sakrament der "Begeisterung" empfingen 37 Firmlinge im "Dom im Naabtal" den Auftrag, von ihrem Glauben zu berichten und sich immer wieder mit ihm auseinanderzusetzen, öffentlich zu leben und auch zu bekennen.

Die Firmlinge sind hier auf dem Erinnerungsfoto mit Weihbischof Dr. Josef Graf (Bildmitte), Pfarrer Hannes Lorenz (rechts) und Kaplan Berno Läßer (links) zu sehen. Bild: bph
von Sepp FerstlProfil

Es war ein ganz besonderer Tag für die 37 Mädchen und Buben, als sie aus der Hand von Weihbischof Dr. Josef Graf das Sakrament der Firmung in der Stadtpfarrkirche erhielten. Gestärkt mit dem Heiligen Geist können sie nun in eigener Verantwortung ihre Rolle in der Kirche wahrnehmen.

Mit dem Lied "Komm Schöpfer Geist kehr bei uns ein" begann der feierliche Gottesdienst, der von der Gruppe "Effata" und Jonathan Brell an der Orgel musikalisch begleitet wurde. Stadtpfarrer Hannes Lorenz freute sich zusammen mit Kaplan Berno Läßer über "erwachsene Katholiken". Theologisch gesehen sei die Firmung die Vollendung der Taufe. "Macht das Herz für den Heiligen Geist weit auf", begann Dr. Josef Graf seine Predigt. Die Begeisterung stellte der Weihbischof in der Folge in den Mittelpunkt mit den Hinweis auf besondere Menschen, Idole wie Fußballer oder Models. Da könnte doch der Gedanke kommen, von diesen Fähigkeiten möchte ich auch etwas haben. "Können wir auch etwas geben von dem was unser Leben aus macht - Kraft, Liebe, Aufmerksamkeit"?, fragte Dr. Graf.

Am heutigen Tag werde der Heilige Geist als Kraftquelle geschenkt. Mit dem Verstand könne die Dreifaltigkeit Gottes nicht begriffen werden, das könne nur das Herz. "Mit dem Ja bei der Firmung stimmt ihr Gott zu", der den Geist schenke. Dieses persönliche Geschenk, diese Gabe werde zur Aufgabe. "Verleiht der Kirche Leben", rief der Weihbischof den Firmbewerbern zu und bat die Paten, den Glauben mit zu leben.

Das Kerngeschehen der Firmung war das Taufversprechen, das damals bei der Taufe die Eltern gegeben hatten und das die Jugendlichen nun selber für sich erneuerten, das Gebet um den Heiligen Geist. Zur Spendung des Sakraments kamen die Firmlinge mit ihren Paten vor den Altar. Nach dem Namensaufruf durch den Weihbischof folgte die Besiegelung mit dem heiligen Chrisam, dem Salböl des Propheten bei der Königsweihe: Firmung ist nach der Taufe die erneute Besiegelung und Salbung mit dem Heiligen Geist; die Firmung bekräftigt und beglaubigt, was in der Taufe bei jedem Christen schon begonnen hat.

Das Besondere an einem Firmgottesdienst ist der eingeschobene Firmritus, durch den die Firmlinge das Sakrament der Firmung empfangen. Der wohl wichtigste Bestandteil dieses Ritus ist die Salbung mit dem sogenannten Chrisam. Das ist ein vom Bischof geweihtes Öl, das aus Olivenöl und Balsamharz hergestellt wird. Der Bischof legt dem Firmling die Hände auf und zeichnet mit dem Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und spricht die Formel: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Dankesworte eines Firmlings mit Übergabe eines Blumenstraußes an den Weihbischof, Segen sowie die Lieder "Fest soll mein Taufbund stehen" und "Komm heiliger Geist" rundeten das feierliche Geschehen ab.

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